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Ullrichs shots
Ullrich Kohl

Ullrich Kohl

Die letzte Etappe meiner diesjährigen Tour über die Alpen sollte ganz im Zeichen der Entspannung stehen. Eigentlich führt die Etappe mit dem Luft hoch zum Mottolino in Livigno. Von dort geht ein wunderbarer Panoramatrail parallel zum Tal in Richtung Forcola di Livigno. Hier sind -nachdem ein entspannter Singletrail wieder ins Tal zurück führt, einige Meter hoch zu fahren. Eben zum Forcola. Von dort geht es über den Berninatrail schön mit Blick auf das Bernina Massiv zum Bernina pass, mit seinem gleichnamigen See, um dann im feinsten Flowtrail herunter in Richtung Pontresina zu führen.

Ich wollte heute primär das wunderbare Wetter in stiller Natur genießen. Letztlich wollte ich auch üben, mein Tempo zu kontrolllieren. Und was ganz wichtig war, ich wollte mich nicht mehr groß anstrengen, sondern einfach relaxen.

Und so strich ich die Fahrt mit der Mottolino Bahn. Ich hätte sowieso keine Freude gehabt, in diesen Zeiten, in einer Seilbahn zu sein. Dann kenne ich den Panoramatrail schon und er ist für mich nichts Neues, also musste ich ihn auch nicht abfahren. Ich blieb im Tal um zum Fuß des Forcola zu fahren. Das war entspannt, und so konnte ich gleich lernen, mein Tempo besser zu kontrollieren. Kunststück bei 8 Grad Celsius. Da fährt man in kurzer Hose freiwillig sowieso nicht schnell.

Über einen Wiesenweg erreichte ich dann die Spur hoch zum Forcola die Livigno. Von rechts kamen zwei Radler. Wow, sind die schnell. Will ich mich hinten dran hängen? Ach, lieber nicht, Ullrich, Du wolltest doch heute gemütlich fahren. Das Tempo der Beiden war in meinen Augen zu schnell. Ggf. wussten sie ja auch nicht, was sie noch erwaret. Denn zu Beginn ist der Talweg, der hoch zum Pass führt noch recht moderat. ABer kurz vor dem Talende steigt er in 6-7 Serpentimen an, die sich gewaschen haben. Nicht primär wegen der Steigung, sondern will sich dazu auch noch schotteriger Boden gesellt, der das Fahren noch schwieriger macht.

Ich fuhr langam, zog jetzt auch noch mein Unterhemd aus, um mich langsam zum Talschluss hin zu begeben. Dabei überholte ich die beiden Radler. Ich fuhr bergauf, scheiterte an der ersten Linkskurve, die in denSerpentinenweg einführt. Mal wieder weggerutscht. Egal, aufstehen, Krone richten und weiter geht es. Und weiter oben rutschte ich wieder weg und habe dann auch geschoben. Genau, wie schon einmal an der Stelle hier.

Aber glücklich und zufrieden bin ich oben angekommen und sah, wie sich jetzt mehrere Mountainbiker hier hoch quälten. Nicht fahrend, sondern schiebend. Das ist schon gut für das Ego, dass ich weitestgehend alles gefahren bin. Ich gin grüber zum Tante-Emma Laden, um mir als Belohnung ein Getränk zu kaufen und 4 Salsiz. Einer sollte mein Mittagessen sein (Mist, habe ich doch das Brötchen in Livigno zu kaufen vergessen), die anderen drei sollten mit nach Hause. Aus dem Laden herauskommend schrieh ein deutscher Mountainbiker den Fahrer eines Kleinlaster an, er hätte ihn fast umgefahren auf dem Weg hier hoch. Aha, Straße gefahren. Selber Schuld. Der Fahrer versuchte in italienisch zu beruhigen, doch der Mountainbiker ließ sich nicht beruhigen. Ich erfuhr später, dass der Transporter den Lenker vom Radler touchiert hat. Das ist in der Tat kein Vergnügen und ich kann mich an eine ähnliche Situation mit einem Reisbus vor 5 Jahren am Berninapass. Nur habe ich mit dem Busfahrer im Nahhinein vernünftig reden können. Ist hier nicht gelungen.

Nun ging es auch flux weiter, denn ich wollte auf dem Bernina Trail Mittagspause machen. Dort, wo man kein Auto mehr hört. Ggf. ein Murmeltier. Dort wo ich alleine sein kann und nur die schöne Aussicht genieße. Also fuhr ich los. Ich traf wieder auf die oben besagten Radler. Ein Paar. Der Bitte, ein Foto von Ihnen zu machen, bin ich nachgekommen und so sind wir ins Gespräch gekommen. Aus Mettmann kamen die netten Radler. Na, da sind ja echt viele Berge, Respekt, weil ja dann ein Training mit Steigungen nicht ganz so einfach ist. Sie fahren das dritte Mal über die Alpen. Und zwar als Individualreisende mit ulp. Ich erzählte davon, dass meine Tour dazu gedacht ist, als ulp-guide die Strecke zu lernen. So verabschiedeten wir  uns und jeder fuhr bzw. ging seinen Weg.

NIcht so schnell, weil mich eine Kuhherde meinen Weg blockierte. Gestern früh hatte ich noch das komische Gefühl mit den Kühen am Döss Randond, nachfolgend war ich noch an einer sehr ruhigen Kuhherde vorbei gefahren. Diese Kühe heute waren wieder aufgeregt. Erst hörte ich eine Kuh unter mir "Muh", "Muuuh". Weiter oben taten es ihr 2 Kühe nach. Über uns mir setzte sich eine Gruppe Kühe mit recht hoher Geschwindigkeit talwärts in Gang. Weiterhin der "Muh-Dialog" von unten und oben. Es wurde unruhiger und ich blieb stehen, bis ich eine Lücke fand und schnell auf dem verblockten Trail bergauf fuhr. Dort sah ich den Grund der Unruhe. Der Hirte brachte seinen Hund mit Pfiffen und Handzeichen dazu, die oben stehenden Kühe herunterzutreiben. Und der Hund war fix. Sehr fix lief er hinter den Kühen her, die in einem von mir nicht für möglich gehaltenen Tempo nun wieder bergab liefen. Nach 2 Minuten war der Zauber vorbei und ich konnte mich weiter nach oben bewegen.

Eine kurzer Fotostop wurde von mir am Focrular Minor auf 2435 Meter Höhe eingelegt. Nun ging es auf die letzte Steigung, um auf 2492 Meter meine Mittagspause einzuleuten- Ich machte zuerst einige Fotos vom beeindruckenden Gerninagruppe mit dem bekannten Piz Bernina und auch dem Piz Morteratsch (hier komme ich später nochmal drauf zu sprechen). Der Piz Bernina ist der höchste Berg in dieser Region und mit 4049 Metern Höhe der einzige Viertausender in den Ostalpen. Klar, das die Berge mit Schnee bedeckt sind. Und das macht auch den Reiz aus. Die Sonne, strahlend blauer Himmel, teils karge, manchmal grüne Landschaft dort wo ich stehe. Ich setzte mich und genoss ein kühles Getränk und den Ausblick. So saß ich eine ganze Zeit, bis das Paar, welches ich noch vor kurzem gesprochen hatte, erschien.

"Kannst Du uns helfen"? Natürlich, wenn Kunden von ULP ein Problem haben, kann ich gerne unterstützen. Gesagt getan, so half ich dem netten Biker, seine Schaltung wieder besser einzustellen. Der erste Gang war nicht schaltbar. Kurze Einstellung und noch eine Erklärung, wie die Schaltungseinstellung funktioniert. Abschließend habe ich von beiden noch ein Foto vor dem Bernina Massiv gemacht. Und schon kamen die nächsten Radler. Vorbei war es mit der Ruhe. Das waren jetzt doch mehr als 2, also eine Gruppe. Auch sie waren mit ulp unterwegs. "Wer ist denn Euer Guide?". Die Antwort erfreute mich sehr, denn es war Robert. Ein super ruhiger Guide -fürmich ein richtiges Original-, mit dem das Fahren eine reine Freude war. So haben Robert und ich viel miteinander erzählten können und ich habe noch einige Tipps von Robert bekommen, während seine Gruppe erst einmal 15 Minuten Pause machte.

Nun wurde es unruhig. Eine Gruppe eines anderen Anbieters kam. 16 Personen plus Guide. Ich finde das viel zu viel. Robert fuhr wieder, und die 16er Gruppe nach10 Minuten auch. Da hier nach meiner Einschätzung ein breiter Niveauunterschied vorhanden war, nutzte ich noch 15 Minuten alleine, um noch einmal die Ruhe zu genießen. Im Übrigen war hier der Biker dabei, der fast vom Kleinlaster angefahren worden ist. Er erzählte mir seine Geschichte. Und wie geschrieben, kann ich seinen Ärger sehr gut verstehen.

Nach 15 Minuten hieß es auch für mich Abfahrt. Ich hatte noch tolle Trails vor mir, bis ich Pontresina um 15 Uhr erreichen wollte. Um 16 Uhr ging ja mein Bus zurück nach Prutz. So fuhr ich den ersten Trail recht schnell, holte dabei wieder die 16 Personen ein, überholte sie und sah sie dann während meiner Wartezeit in Prutz noch einmal. Weíter ging es über den Stausee am Berninapass, der in strahlendem Blau (und das obwohl der Stausee Lago Bianco heisst) hier zu Füßen der Berninagruppe liegt Parallel zur EIsenbahnlinie der Rhätischen Bahn, auf der mir gerade der Bernina Express entgegen kam, fuhr ich zur Staumauer. An dieser beginnt ein feiner Flowtrail, der mich schnell herunter bis Morteratsch bringen sollte. Kurz vor der Bahnsation Morteratsch bog ich ein in den Morteratsch-Gletscherweg, um mir zum wiederholten Mal den Morteratschgletscher anzuschauen. Hier kann man sehr gut sehen, wie schnell sich der Gletscher zurück zieht. Denn die Jahreszahlen sind als Stehlen markiert, an denen der Gletscher die entsprechende Ausdehnung hatte. Ich war hier schon einmal letztes Jahr. Und ich hatte den Eindruck, dass der Gletscher weit zurückgegangen ist. Ich muss noch einmal Fotos vergleichen, aber es sind sicher knapp 100 Meter.

Hier waren naturgemäß viele Touristen, denn dieser Weg, der sich als Fußgänger unbedingt lohnt, ist auch mit Kinderwagen gut zu erwandern. Bei der Rückfahrt von der Gletscherzunge kamen mit einige von Roberts Gruppenteilnehmern entgegen. Denn die Gruppe hatte ich kurz vor dem Bahnhof noch überholen können, während Fotos im Trail gemacht worden sind.

Nun ging es auf meinen letzten Abschnitt dieser Tour. Flüssiges Fahren nach Pontresina. Hier machte ich mich frisch, wechselte noch die Bekleidung, da ich noch zwei Stunden Busfahrt vor mir hatte und verließ diese wunderbare Region um 16:40 Uhr.

Das war meine erste Transalp ganz alleine. Es war ein Erlebnis, welches ich nicht missen möchte. Ich habe wiederum die Landschaft genossen, wie ich das schon so oft tat. Ich sah neue Wege und auch Regionen. Ich studierte Menschen und ihr Verhalten in der Natur. Mein Rad hat mich treu ohne technischen Defekt durch die Tour getragen. Ich verbesserte meine Fähigkeiten auf dem Rad. Und ich ging kräftemäßig an meine Grenzen. Ich fuhr diese Etappen sehr schnell. So schnell kann man nicht mit einer Gruppe, auch nicht mit einem Partner fahren. Aber ich habe trotzdem Spaß gehabt, auch wenn ich das ein oder andere Mal schon sehr ausgelaugt und kaputt war. Aber auch das war schön, die Grenzen zu erreichen und zu kennen. Ich bin dankbar, dass ich auch dieses Jahr wieder die Möglichkeit hatte, so eine Tour zu fahren. Das ist nicht selbstverständlich und so habe ich jeden Tag genossen. Wer weiss, wie häuftig mir diese Erlebnisse noch vegönnt sind.

Und abschließend war ich stolz. Stolz, mich alleine durch die Alpen zu bewegen. Das ist nicht ganz so einfach, weil man den ganzen Tag ja kein Wort redet (außer beim Essen bestellen). Ich genieße das zwar, weil man auch auf andere Gedanken kommt, und auch bei langen Auffahrten viel nachdenken kann. Aber zu Zweit ist es doch schöner. Das ist klar. Und so hoffe ich, dass ich so ein Erlebnis noch mal mit Claudia, mit meinem Freund Frank oder sonst jemandem, der/die sich mir anvertrauen will, erleben kann. Und natürlich in 2021 dann als nebenberuflicher Guide bei ulp, deren Mitarbeiter die schöne Strecke erarbeitet und geplant haben.

Nun noch einige Fotos vom heutigen Tag

 
Der Anstieg zum Forcula di Livigno. Die Biker nach mir schoben allesamt ihre Räder. Ich tat das nur zweimal und war mächtig stolz



Der Berninatrail mit fast dauerhaftem Blick auf die Berninagruppe



Oben angekommen und hier sollte die Rast stattfinden, die dann durch einen Reparaturservice meinerseits und das unerwartete Treffen mit Robert dann doch ausfiel



Der Stausee Lagio Bianco am Berninapass



Kurz vor dem Bahnhof Morteratsch kam mir noch einmal die Rhätische Bahn entgegen. Im HIntergrund der Morteratsch Gletscher



Vom Gletscherweg aus fotografiert hatte ich schon den Eindruck, dass der Gletscher letzes Jahr weit zurück gegangen ist.



Letzte Rast an einem Brunnen in Pontresina. Das Rad hat mich durch Dick und Dünn transportiert. Hier habe ich mich noch erfrischt, die Bekleidung ist gewechselt und ich war froh, glücklich und stolz die Chance gehabt zu haben, diese Tour zu fahren.

 

Der dritte Tag meiner Probefahrt auf der Transalp "Nationalpark Panorama" liegt nun hinter mir. Und ich möchte Euch wieder teilhaben lassen an dem Erlebten. Die Etappe heute ist wahrscheinlich die anspruchsvollste Etappe der gesamten Tour. Es soll von Sta. Maria im Val Müstair über den Döss Radond auf 2234 Meter ins Val Mora gehen. Und hier werde ich mal wieder die Grenze in ein anderes Land übertreten. Also zurück nach Italien. HIer in die Lombardei, die von Corona tragisch ach so gebeutelte Region mit seinen Bewohnern. Ich werde am Lago die San Giacomo di Fraele vorbei fahren und am Lago di Cancano. Na, das sind zwei Namen, die ich mir nie merken kann. Ich werde dann wieder etwas tiefer sein und aus 1950 Metern über den Alpisella Pass, der ebenfalls bei knnapp 2283 Meter liegt, ins Mountainbike, Ski-, Shopping- und Partymekka Livigno fahren.

Und so wachte ich heute bei frischer angenehmer Bergluft wieder vor meinem Wecker auf. Ich sah mir gerade ca. 30 Sekunden die Berge an, die in der Dämmerung einen Schatten darstellten, als mein Wecker die Musik abspielte. Keine 5 Sekunden später rief mich auch mein persönlicher Weckservice an. So soll es sein. Ich konnte heute zwar etwas länger schlafen, da es Frühstück erst um 08 Uhr geben sollte. Doch ich versuche einfach früher zu frühstücken, da ich eigentlich um 08:00 Uhr auf die Straße, bzw. den Weg fahren möchte.

Hat auch alles gut geklappt. Tasche gepackt, noch mein Getränk der letzten Nacht leer getrunken und schon brachte ich meine Tasche in ein anderes Hotel. Denn dort schlief die Ulp-Truppe, deren Shuttleservice ich in Anspruch nehmen konnte. Jonas ist der Guide. Mit ihm habe ich meine Guide Ausbildung gemacht. Und so konnte ich gestern auch mit der lustigen Truppe zu Abend essen. Da war ich nicht ganz so alleine in den Alpen. Der Koffertransport ins andere Hotel war kein Problem. Sta. Maria ist nicht ganz so groß und das Hotel Alpina liegt 61 Meter (lt. Google) von meinem Hotel Crush Alba entfernt. So konnte ich um 07:30 pünktlich mein Frühstück einnehmen. Und das Frühstück war genauso liebevoll wie das gesamte Hotel. Produkte aus der Region, kleine schöne Tische in dem wunderbaren Engadinerhaus. Nur das Brot ließ für meinen Geschmack zu wünschen übrig. Es war nicht so kross, wie ich es gerne habe. Aber es war warm und wahrscheinlich selbst gebacken. Also sollte es einige Körner haben. Dieses Brot aß ich genauso wie Hirschsalsitz, lokalen Honig und was man sonst noch so zu frisch selbst produziertem Johannisbeersaft essen kann.

07:55 wollte ich auschecken, das Fahrrad hatte ich schon geholt. Nur war niemand da, bei dem ich ich auschecken konnte. So klingelte ich. Niemand kam. Um 08:00 Uhr kam eine nette ältere Dame die nur nach der Zimmernummer fragte, meinen Schnlüssel nahm und ging. Nun gut, bezahlt hatte ich immer noch nicht. Nach weiteren 5 Minuten klingelte ich wieder. Niemand kam. Aber irgendwann um 08:10 Uhr konnte ich mein Geld in Form einer elektronischen Banktransaktion übergeben, setzte mich aufs Rad und startete die Tour, die gleich zu Beginn knapp 850 Höhenmeter Anstieg zum Döss Radond zu bieten hatte.

Durch den Ort ging es, dann ein Radweg, um kurz darauf auf einem asphaltierten Weg durch die Felder zu fahren. Es ging bergauf. Und die Steigung war nicht von schlechten Eltern. Der Asphalt änderte sich in Schotter und so ging es weiter. Eine Kreuzung - fast falsch abgebogen, aber ich bin auch ohne auf das Navi zu schauen, auf dem richtigen Weg geblieben. Es war nicht als äusserst leicht zu fahren. Gleich in der Früh so eine lange Steigung mit einigen steileren Stellen. Aber ich fand meinen Rhytmus und fuhr und fuhr und fuhr. Nach knapp 45 Minuten kam ich mitten in einem Lärchenwald an eine Bushaltestelle. Wer hätte das gedacht, mitten im Wald. Aber ich konnte mich erinnern. Mein Freund Frank sicher auch. Denn die Strecke zum Döss Randond ist sicher so etwas wie einer unserer bonding Moments von unserer Best of Trails Tour. An der Stelle der Bushaltestelle war ich hungrig. Na, nicht erst da, aber es kam so richtig heraus. Es waren doch erst 45 Minuten vergangen. Ich hatte doch gut gefrühstückt. Wie konnte das sein? War wohl ein Fehler. Ich hätte wohl mehr als zwei Scheiben Brot  und ein Croissant essen sollen. Fehler Nummer zwei: Ich hatte nur zwei Riegel mit. Mist, den Vorrat, der immer bei 3 liegt, sollte doch heute früh noch aufgefüllt werden. Vergessen. Und da ich einen Hungerast befürchtete, aß ich lieber gleich einen Riegel. Ich hatte ja noch eininge Höhenmeter vor mir.

Der Weg zog sich und so zog er auch Energie. Aber ich kam gut voran. Schneller, als ich eigentlich wollte. Ein Elektrobiker überholte mich, und sogar 3 Bio-Biker. Man, die waren fix. Einen holte ich wieder ein, kurzer Wortwechsel, ich machte ein Foto und schon war er wieder weg. Nach einer Stunde und 25 Minuten bin ich oben am Döss Radond angekommen. Einfach ein herrliches Hochtal. Auch öffnete sich zwischenzeitlich schon das Tal und ließ die Schönheit der Natur / Region hier erahnen. Ich war der fünfte Biker hier oben am heuten morgen und es war windig. Wie die letzten 2 Kilometer, auf denen ich neben der Steigung auch noch Gegenwind zu bekümpfen hatte.

Ich zog mein Trikot aus, hing es zum Trocknen auf. Und so auch mein Unterhemd, welches ich nach 45 Minuten schon ausgezogen hatte. Es war kühl und so musste meine Jacke herhalten, damit ich mich nicht verkühle. Als ich diese aus meinem Rucksack holte, hörte ich wilde Geräusche der mich umgebenden Kühe. Ich konnte das nicht deuten, aber es machte mich irgendwie unruhig. Die Tiefe schinen aufgeregt / agressiv und nicht so friedlich zu sein, wie ich sie sonst kenne.
In dem Moment kamen zwei weitere Mountainbiker und nahmen auf der Wiese gegenüber von mir Platz. Genau auf der Wegseite, wo die Kühe muhten und sich zusammenrotteten.Es wurde unruhig, die Biker scheuchten die Tiere weg. Zwei Kälber oder junge Kühe kämpften auch so dann. Das war ein Spektakel. Größere Kühe kamen hinzu. Und die Biker waren so clever und sind dort sitzen geblieben. Ich überlegte, wie ich -wenn es die Situation erfordern würde- schnell weg kommen würde. Hemd und Trikot lagen ja zum Trocknen auf meinem Bike. Der Rucksack abgeschultert... Und da habe ich prophylaktisch agiert. Mir erschien die Situation nicht geheuer und sicher. Viel zu viel ist schon mit Kühen auf Almen passiert. So zog isch schnell meine Kleidung wieder an und radelte vom Döss Radond ein wenig weg, um dann noch einige Minuten die Natur anzuschauen. Nach kurzer Zeit ging es weiter. Ich war alleine. Sehr schön. Ich fuhr an der Abfahrt zur Alp Mora vorbei. Hier hätte ich essen können. Aber nein, mein Ziel war der Lago di Cancano. Dort soll  es ein nettes Ristorante geben. Dort will ich essen. Das sollte ein dritter Fehler heute sein, wie sich später heraus stellte.

Ich fuhr um eine Kurve und ein Murmeltier lief mir vor das Rad. Keine fünf Meter entfernt. Das süße Piepen, den Warnruf der Murmeltiere konnte ich seit der Auffahrt schon mehrfach hören. OK, nichts passiert, es hat sich erschrocken, ich mich auch und so ging /fuhr jeder von uns seines Weges. Kurze Zeit später saß ein Murmeltier am Straßenrand. Ich hielt an. Es erschien zutraulich. So ging ich gaaaanz vorsichtig hin, um ein Foto zu machen. Es fühlte sich sicher. Na klar, saß es doch direkt vor seinem Höhleneingang. Aber es ließ sich fotografieren, bis es dann ratz fatz verschwand.

Ich fuhr weiter bergab und genoss den Blick linksseitig, rechtsseitig und dann natürlich wieder auf den Weg, damit ich nicht stürzte. Nun kam nach dem Schotterweg ein schöner Wiesentrail, der dann in einen Wurzelweg überging. Wunderbar zu fahren. Linksseitig das plätschernde Bergwasser und so fuhr ich mal bergab, mal etwas bergauf in Richtung Val Mora / Lago di Cancano.


Nachdem ich die Flußseite geweselt hatte, wurde der Weg ruppiger. Sehr steinig. Eine Steigung folgte einem Gefälle und das gleiche Spiel begann von vorne. Es war teils grober Schotter. Einige Muren waren abgegangen. Und ich musste hierüber fahren. Rechtsseitig der Fluss weit unter mir und uns trennte nur ein steiler Abhang und ggf. sicherers Fahren. Zwei Biker überholten mich bei einem Fotostop. Später erfuhr ich,d ass sie noch zum Stilfesr Joch wollten. Na, dann viel Spaß dachte ich mir, denn der Weg über den Borchetta di Forcola ist wirklich wunderbar.

Vor dem Lago, der mich grau/grün erwartete hatte der Liebe  Gott noch etwas Gegenwind für mich parat gehabt. Macht nichts, gleich gibt es Essen. Ich fuhr also an der Einfahrt zum Passo Alpisella vorbei (hier musste ich später noch hoch), um den Restauranttipp zu erkunden. Nun, das Restaurant lag schön, der Service könnte schon besser sein. Und was absolut verbesserungswürdig ist, sind die Essensheiten. Um 11:20 Uhr gab es noch keine Pasta. Es gab noch gar nichts zu Essen. Das sollte erst um 12 Uhr möglich sein.

Mist, das half mir gar nicht. Meine Dreifach Notfallsicherung ist ausgefallen und ich hatte noch mit Claudia telefonieren können, dass ich mich in zwei Stunden wieder melde. Die Zeit war um. Aber es gab kein Netz. Nicht, dass Claudia jetzt eine Rettungskette startet, weil ich mich nicht melde und sie mich auch auf der App nicht sehen kann. Also trank ich meine Aranciata schnell aus und fuhr wieder um den See. Nur, um ein Netz zu finden. Am Einstieg zum Alpisella Pass hatte ich auch Netz und konnte eine Meldung geben, dass alles i.O. ist, ich nicht gestürzt und kerngesund bin.

Ich war wieder in Italien. Und irgendwie merkt man das. Es waren sehr viele laut redende Menschen unterwegs. Sie spazierten, fuhren Rad und versuchten sich auf Elektrorädern. Und dabei ist mir eines aufgefallen: Helme sind hier wohl nicht so gerne gesehen. Es gab viele Biker, die gar keinen Helm trugen. Zwei Damen sind mir besonders in Erinnerung  geblieben. Die eine Bikerin kam mit ihrem E-Bike den Singeltrail vom Alpisella herunter. Nun gut, wenn sie es fahren kann. Das ist ein schöner Trail, der aber auch etwas Übung benötigt, da es dort schottrig ist und schon ganz schönes Tempo nach sich ziehen kann. Sie kam also wohl geschminkt mit Sonnengläsern im güldenen Rahmen und wehenden schulterlangen Haaren aus der Drei Wetter Taft Werbung herunter. Nicht sehr schnell, weil unsicher.
Ggf. wäre aber ein Plastikbrillengestell von Fielmann ausreichend gewesen. Für den Rest des Geldes hätte man dann doch einen Helm kaufen können. Aber, sie hätte wahrscheinlich nicht so gut ausgesehen. Und weil wir gerade beim Aussehen sind, berichte auch über die zweite E-Bikerin. Auch sie kam mir ohne Helm entgegen. Dafür mir einem durchbrochenen, teils transparenten Top. Das sah nicht billig aus. Na eigentlich schon. Das Top hat aber wahrscheinlich einiges gekostet. Und auch hier stellte sich die Frage ob ein Helm nicht eine gute Investition gewesen wäre, wenn man schon so viel Geld für unpassende Radl-Kleidung ausgibt.

Dann ist mir aufgefallen, dass viele mit Mietbikes keine Helme tragen. Das wäre mir als Vermieter zu gefährlich. Ich würde einen Paketpreis machen und Helm ist Pflicht. Nun gut, ich bin kein Verleiher, aber ich sehe diese Entwicklung schon mit großer Sorge. Als ich auf dem Weg zum Alpisella war, schaute ich rechtsseitig den Schotter-Single-Trail an. Da fuhren doch Leute, bei denen man von Ferne schon sehen konnte, dass sie Angst hatten und unsicher auf dem Rad waren. Das geht doch nicht. Na ja, es scheint doch gut zu gehen, ist aber fahrlässig. Denken die Leute denn gar nicht mehr nach?

Und so bin ich schon bei meiner letzten Steigung für heute. Das ist der Alpisella Pass. Der liegt zwischen dem Cancano See und Livigno. Er ist 2283 Meter hoch und ich muste noch einmal knapp 330 Meter auf knapp 5 km hoch strampeln. Auf einem Schotterweg. Na Prost Mahlzeit. Die Sonne hatte mittlerweile auch an Fahrt aufgenommen. Die Morgenfrische aus Sta. MAria war schon lange verflogen. Mein Schweiß lief und ich fuhr wie ein Uhrwerk. Natürlich überholten mich auch zwei Mountainbiker. Mit Stromunterstützung. Fröhlich redend, den Bierbauch in der Größe eines 5-Liter Fases direkt vor bzw. unter sich tragend. Man kann das Leben schön sein. Die Beiden legten ein Tempo vor, das sich gewaschen hatte. Maximale Stromunterstützung vermute ich. Ich folgte natürlich in großem Abstand. Mithalten? Keine Chance bei der Steigung.

Ich fuhr mein TEmpo. An dieser Stelle muss ich jedoch auch mal selbstkritisch mit mir sein. Ich glaube, ich habe verlernt, langsam zu fahren. Ich habe dieses Jahr gut trainiert. Jedoch habe ich fast nur schnelle Trainingseinheiten eingelegt. Das langsame, ausdauernde, genüssliche Fahren war irgendwie nicht mein Ding. Das merke ich hier jetzt schon. Es ist nicht unanstrengend, wenngleich ich immer gut voran komme. Auf jeden Fall muss ich mal in der Zukunft darauf achten,
langsamer zu fahren.

Ich erreichte den Alpisella und auch hier übewältigte mich das Panorama.Vorher heulte noch ein Kind herzzerreissend, weil es wohl keine Lust hatte mit den Eltern zu radeln. Wer den Aufstieg kennt, kann das auch ein wenig verstehen. Aber zurück zum Pass. Irgendwie hatte jedes Tal, jeder Pass seine eigene Stimmung. Nun hatte ich mir eine Pause verdient. Mittagessen wollte ich gleich am Fuße des Alpisella am Lago di Livignio. Ich fuhr den Pass nach einer RUhepause und Genuß der Umgebung herunter. Schotter, Spurrinnen durch Wasser, grober Schotter, entgegenkommende Wanderer und auch entgegenkommende (fast kollabierende) Mountainbiker.Es ist teilweise schon recht steil. Ja, und ich kann das nachvollziehen. Auch ich bin hier mal hoch. Meine Herren, ich kann mir nur vorstellen, dass ich 60% gegangen bin. Ich war überwältigt von der Steigung. Bergab ist sie OK, aber bergauf? Und ich kann jetzt auch mit Abstand noch besser verstehen, warum mein Spezi Frank, seinerzeit auf dem Alpisella die Tour abbrechen wollte. Hat er nicht gemacht, war ne tolle motivierende Truppe. Und es hatte sich seinerzeit ja auch gelohnt.

Zurück zu heute: Die Wegsituation erlaubte nur punktuell schnelles Fahren. Mal ging es langsam, mal bremste ich und mal konnte ich es laufen lassen. Mich überholte ein anderer Biker. Nicht dort,wo ich langsam war. Meine Herren, war der schnell. Er hinterließ eine Staubwolke, in der auch gleich drei Wanderer standen. Rücksichtslos. Ich fuhr langsam vorbei und die Wanderer bedankten sich. So geht ein Miteinander. Das ist der Respekt, der hier an so vielen Schildern hängt.
Nun, auch die steilste, schnellste Abfahrt hat mal ein Ende und so kam ich an den Lago di Livigno. Ich traute meinen Augen nicht. Da standen Menschenschlangen am Restaurant, um auf Einlass zu warten. Mit Maske, einer nach dem Andern. Aber komischerweise entgegen meiner Erfahrung auf der Tour hatten sie gar keinen Abstand. Nun wollte ich Abstand halten und zwar vom Essen hier.

Ich radelte gemütlich am Seeufer entlang, um zur Latteria di Livigno zu fahren. HIer sollte es -das ist schon fast Tradition- ein Eis sein. Und ich hatte Glück. Kaum eine Schlange und so bekam ich auch ganz schnell meien Bon, mit dem ich mein Eis abholen konnte. Was auffällig war, ist die Tatsache, dass hier in Livigno viele Soaziergänger und auch Biker eine Maske trugen. Nun gut, das ist das Eine. Aber etwas mehr Abstand in der Schlange vor der Eisdiele hätte ich mir gewünscht. Da war die ältere Dame auf der Bank nur noch der Punkt auf dem i, die ihr Eis schleckend mit weit geöffnetem Mund in die Gegend hustete. Keine Niesetikette. Einmal, zweimal, dreimal. Ich war weit genug weg und hatte jetzt auch genug von meinen 4 Kugeln feinstem Eis. So wollte ich mein Hotel anfahren. Das liegt nun am anderen Ende von Livigno.

Also fuhr ich durch die Fußgängerzone, die dem Ballermann wohl in nichts nachsteht. Die Restaurants waren voll. Wieder kein Abstand. Aber die meisten Menschen trugen eine Maske. Ich weiss nicht, wie ich das wewrten soll, aber ein ungutes Gefühl bleibt bei mir.

So war ich um 14 Uhr im Hotel, um zu lesen, dass erst um 15 Uhr eingecheckt werden kann. Die Tür ist zu. Na, das kenne ich doch mittlerweile. So genoss ich den Schatten auf einer Bank liegend und ließ den Tag Revue passieren. Bis ich das Rollen eines Koffers hörte. Es war Fabian, der Shuttler, der meinen Koffer brachte. Super. Nun habe ich gleich Wechselkleidung, wenn ich eingecheckt habe, kann Duschen und danach heute Nachmittag essen gehen. Da wird wohl nicht so viel los sein. Und ich habe die Chance, diese Zeilen hier zu schreiben, denn auch mein Laptop ist im Koffer.

So, eingecheckt habe ich auch. Mal wieder ein wudnerbares Hotel ausgesucht. Und die Regeln sind hier wieder ganz anders, als in Deutschland, Österreich, Schweiz. Das ist etwas, was ich hier von der Reise mitnehme. Es gibt in Europa ein Corona-Regel Wirrwar. Fangen wir mal an:

In Grainau konnte ich ohne MAske herum laufen. Jedoch musste ich in Geschäften und Hotels eine Maske tragen. Auch in der Höllentalklamm, wie ich ja berichtete. Dort, wo die 1,5 Meter Abstand nicht eingehalten werden konnte, war Maskenpflicht.

In Österreich ließ mich der nette Herr an der Rezeption gleich wissen, dass ich meine Maske absetzen könne. Diese ist in Supermärkten notwendig jedoch nicht bei Media Markt. Und auch im Hotel nicht. Verstehe das jemand. Und auch im Restaurant, in dem ich zu Abend aß war auch keine Maskenpflicht. Dafür war das
Frühstück schön hygienisch abgepackt. Die Säfte in kleinsten Flaschen, der Aufschnitt und Käse kam nach Bestellung aus der Küche. Brötchen wurden auch gebracht, so dass ich diese nicht selber nehmen konnte. Der Rest inkl. frischem Obst war verpackt am Buffet.

Kommen wir nach Südtirol. Dort musste ich im Hotel keine Maske tragen. Nur im Restaurant auf dem Weg zum und vom Buffet und am Buffet. Sonst war alles Maskenfrei. Und das Buffet war ganz normal. Jedoch musste man bei den Brötchen Handschuhe anziehen und es lagen zig Gabeln herum, dass jeder eine nehmen konnte, und sie dann nach Benutzung in einem Gefäß zu entsorgen. Ach, die Hände mussten vor dem Restaurant desinfiziert werden. Die Mitarbeiter wurden im Übrigen alle 2 Wochen freiwillig getestet. Auf Kosten des Arbeitgebers.

en der Schweiz, wo ich gestern nächtigte, intressierte sich niemand für eine Maske. Da hieß es lapidar, dass 2 Meter Abstand eingehalten werden sollen.
Aber am Kiosk waren Zeitungsausschnitte, dass es in der Schweiz ein Masken-Chaos gäbe. Verstehe, wer das will.

Nun habe ich hier in Italien eingecheckt. Ich muss nach 18 Uhr auf der Straße eine Maske tragen. Im Hotel sowieso. Und bei Ankunft hier wurde mein Fieber gemessen. Das war eine Prozedur, vor allen Leuten an der Rezeption die Hose runter ziehen,... nein, Scherz, das wurde mit einem Infrarotthermometer gemessen.
Aber das gab es bisher weder in einem Bundesland in Deutschland, noch in Österreich oder der Schweiz. Aber die Italiener sind ja insbesondere in der Lombardei, wo sich ja Livigno befindet (wenn auch 180 Auto-Kilometer vom Hotspot Bergamo entfernt) arg gebeutelt gewesen. Und da habe ich volles Verständnis.

Was mir aufgefallen ist, ist die Tatsache, dass dort, wo weniger Masken getragen wurde auch die Abstände noch weniger eingehalten worden sind. Die nette Dame in Südtirol an der Rezeption berichtete sogar, dass die Gäste ohne Maske ans Buffet gegangen sind, sich auf der Pelle standen und dann Essen, welches sie schon genommen hatten, wieder zurück gelegt haben. Da fehlt es dann doch an ein wenig sozialer Kompetenz.

So, die werde ich jetzt üben, da ich jetzt mein wohlverdientes Mittagessen essen gehe, damit ich nicht nach 18 Uhr noch mit der Maske auf die Straße gehen muss.

 

Nun noch einige Fotos vom heutigen Tag

 
Rückblick ins Val Müstair, wo ich herkomme



Kurz vor dem Döss Radond ein Wasserfall in Form eines Herzen



Am Döss Radond haben sich mein Fahrrad und ich eine Pause verdient



Ganz andere Eindrücke im Val Mora..



Durch diese hohle Gasse musste er kommen



GAnz andere Natur durch Murenabgänge im unteren Tal



Lago di Giacomo di Fraele



Am Alpisella sieht man noch den Ortler, der mich gestern begleitete

 

Es ist schon geschichtsträchtig diese Region, in der ich mich auch heute wieder mit dem Mountainbike vergnügte. Und das beeinflusst nun auch meine Mountainbiketour von heute. Es ging von Glurns in Österreich über eine besondere Grenze nach Italien, welches ich heute Mittag wieder verließ, um nach Graubünden in die Schweiz zu fahren. Genauer gesagt nach Sta. Maria im Val Müstair (Münstertal).

Und wie die letzten Tage wollte ich früh los. 08:00 Uhr Pedale einklicken und ich wollte den Höhepunkt der heutigen Tour in Angriff nehmen. Dazu stand ich dann nach einer beruhigten Nacht in einem wunderbaren Zimmer bei grandioser Bergluft um 05:50 Uhr auf. Reisetasche fertig machen, Morgentoilette wie es so schön heisst, und ab zum Frühstück um 07:00 Uhr. Das Frühstück im Hotel Post in Nauders ist eine Wucht. Genau wie das gestrige Abendessen. Ich aß gesunde Brötchen (sprich, die mit den Körnern), weil es am heutigen Tag gleich nach dem Start in die Höhe gehen sollte.

Ach ja, Start sollte 08:00 Uhr sein. Ich war um 07:58 Uhr bereit einzuklicken, nachdem ich noch ausgecheckt hatte und meine Radwäschevon gestern, die ich noch  vom Wäscheservice zurück bekommen hatte, verstaut hatte. Doch halt, wo sind meine Handschuhe? Ich also noch einmal den Zimmerschlüssel geholt. Nein, dort waren sie nicht. Im Fahrradkeller? Fehlanzeige. Auf dem Weg zum Eingang verloren? Auch das nicht. Wie gut, dass ich sie dann noch einmal in meinem Rucksack gefunden habe. Just in dem Moment, als ich vor Frust meine kurzen Handschuh heraus holen wollte. Mal wieder ein typischer Ullrich. Wirr und einfach alt ;-)..

So konnte ich dann doch meine langen Handschuhe anziehen. Und das war auch bitter nötig. Denn es war wirklich schattig heute früh. Nicht 13 Grad von gestern. Ich vermute, dass wir heute früh unter 10 Grad hatten. Aber das war i.O. Mit Funktionsunterhemd, Radtrikot und Jacke lässt es sich aushalten. Und zwar so lange, bis es bergauf geht. Nun, das ging es gleich nach meiner Abfahrt um 08:15 Uhr. Anfangs noch recht moderat, um dann steiler zu werden, als ich vom Radweg in den Wald abbog. Ja, wohin denn eigentlich? Ich wollte heute früh gleich den Plamort in Angriff nehmen mit seinen berühmten Panzersperren.

Wie gesagt, es war kalt, doch ich musste bis zum Plamort ja schlappe 720 Höhenmeter hinter mich bringen. Ich fuhr so mein Tempo. Es war ggf. etwas hoch. Nach 45 Minuten sah ich links unter mir schon Nauders in der Ferne. Und es ging weiter auf losem Schotter. Das ist nicht gerade ein Vergnügen bei Steigungen von 10% und mehr. Das Rad bockte. Das ist einfach so, wenn grober Schotter unter den Rädern ist. Da kann man den Schwerpunkt auch noch so gut verteilen und eine Linie finden. Es bleibt nicht aus, dass ich einen Stein nicht sehe und das brems das Rad ab und kostet Kraft. Nicht einmalig, aber wenn das mehrfach passiert (und gerade an Steigungen), dann ist das kräftezehrend und ärgerlich.

Mich überholten zwei Servicefahrzeuge der Almbahn hier und über mir flog mittlerweile ein Rettungshubschrauber. Tolle Erfindung, das muss man sagen. Ist er in der Stadt ggf. nicht so wichtig. Aber hier in den Alpen ist er mit seiner Besatzung der Lebensretter  Nummer 1. Schneller ist ein Notfall nicht erreicht. Na, hoffentlich heute früh nichts schlimmes. Ich fuhr weiter und es wurde wieder ruhig. Bis zur Stieralm. Dort hätte ich rechts den Bunkertrail fahren können, oder gerade aus weiter. Wo ging die Ulp-Route lang, die ich ja abfahren wollte? Navi an - und Navi aus. "Low Batteries". Nicht schon wieder! Ich hatte heute früh wieder meine Batterien geprüft. Wie gut, dass ich heute (im Gegensatz zu gestern einen Reservesatz dabei hatte). Also Batteriewechsel und es ging gerade weiter. Noch eine kleine Steigung, um dann auf einer Skipiste abzufahren. Sie war sehr rutschig voll Geröll, aber kein Proboem zu fahren. Und so ging es noch an einem kleinen Stausee (besser Stauteich) vorbei, bis ich ihn unter mir sah: Den Plamort. Das ist eine Hochebene, die ein Hochmoor ist. Merkte ich auch gleich, weil mein Rad kurz einsank. Na muss, ich es heute Abend wieder reinigen.

Und am Plamort sind diese Panzersperren. Ich schrieb es gestern schon, dass mir der Krieg und die Schlachten hier in der Gegend (die im ersten Weltkrieg stattfanden) nicht verständlich sind. Hier am Plamort ist jedoch ein geschichtliches "Exponat" aus dem 2. Weltkrieg. Da soll diese Hochebene strategisch so wichtig gewesen sein, da sich Italien vor einer Invasion Deutschland schützen wollte. Diese Panzersperren bestanden aus Bunkern (daher der Name Bunkertrail), von denen ich auch gleich linksseitig zwei sah. Weiterhin aus diesen Panzersperren im engeren Sinn. Sie sind gar nicht so lang hier, die Betonpfähle, die auch noch Stahlspitzen haben. Einen Panzer mögen sie aufhalten, mein Mountainbike jedoch nicht. Natürlich machte ich einige Fotos und stellte mir wieder die Frage, ob das alles nötig gewesen ist. Ironischerweise wurde funktionsfähige Anlage kampflos von Italien an die Deutschen übergeben, als 1943 der Einmarsch nach Italien aus Österreich stattfand.

Ich war alleine hier oben. Kein Wanderer, kein Biker. Das änderte sich gleich, als eine Gruppe Downhiller hier ankam. Sie fuhren auch gleich weiter zum wohl bekanntesten Übersichtspunkt über den Reschensee. Ich fuhr ihnen hinterher. Die letzte kleine Steigung überwindend öffnete sich das Panorama mit dem Ortler vor mir. Ich sah ihn schon etwas vorher, als ich am Stauteich war. Aber diese Perspektive war schon toll. Die weite Hochebene und in der Ferne der höchste Berg der Ostalpen. Ich machte ein Foto und fuhr zu dem besagten Felsen, wo wohl jeder Mountainbiker ein Foto von sich macht. Ich nicht, denn das finde ich affig. Ausserdem haben die Downhiller den Felsen besetzt. Mit Bike, Handies und Drohne, die um sie herum flog. Ich denke, das muss nicht sein. Denn das gesurre ist schon nervig. Aber jedem das Seine.

Es sollte links weiter gehen. Halt, da war ein Schild "Gesperrt". Bunkertrail ebenfalls gesperrt, wegen Murenabgang. So blieb noch der Forstweg, der mich innerhalb von 15 Minuten wieder runter zum Reschensee brachte. Ich versprach in meinem Blog von gestern, dass ich heute noch etwas über den Reschensee schreibe. Er liegt unweit unter der Quelle der Etsch. Die Etsch ist der zweitlängste Fluß Italiens (nach dem Po) und fließt nach seinem Entsprung durch den Reschensee. Der Reschensee ist nun kein natürlicher See, sondern ein Stausee. Das hier gestaute Wasser (es sind immerhin 120 Millionen Kubikmeter) wird u.a. zur Stromgewinnung genutzt. Doch so alt ist der Stausee gar nicht. Die Idee ist schon etwas älter, doch gebaut wurde er erst nach dem 2. Weltkrieg von 1947-1949. Doch das war sicher nicht unumstritten. Denn als der Stausee angelegt worden ist, mussten einige Orte geflutet werden. So auch die Dörfer Graun und ein Teil von Reschen. Die Einwohner und Grundbesitzer wurde zwangsenteignet. Unter Zwang wurden sie umgesiedelt. Das hat sicher nicht jedem gefallen.

Aber ein Wahrzeichen, der heute noch an die gefluteten Orte erinnert ist der Kirchtum einer Kirche aus dem 14. Jahrhundert, der im Reschensee zu sehen ist. Und den Kirchtaum schaute ich mir gleich an. So wie viele weitere Touristen. Es wurde unruhig hier am See. Viele Radfahrer -teils hatte ich den Eindruck, dass sie erstmalig auf dem Fahrrad saßen.Ein Beinaheunfall zwischen zwei Kindern, die fast frontal zusammengestoßen wären. Blos weg hier. Und so gab ich "Hackengas" und fuhr die Uferpromenade, den Uferradweg bis zum Haidersee. Hier war es etwas ruhiger. 3 Fischer saßen in ihren kleinen Booten und fischten, während ich den Vinschgauer Radweg talwärts fuhr. Es sind schon viele Radler unterwegs. Viel mit E-Bikes. Das macht bergauf auch Sinn, wenn man das Radeln nicht gewohnt ist. Denn einige Steigungen sind schon happig. So kamen mir Ehepaare, Gruppen, offensichtlich frisch verliebte und auch einzelne Radler entgegen. Nicht jeder hatte ein Lächeln auf den Lippen. Teilweise hatte ich den Eindruck, dass der eine Partner vorne das Tempo vorgab und Freude am Radeln hatte. Währenddessen ist der andere Partner missmutig hinterher gehetzt. Ja, das konnte ich mehr als einmal beobachten.

Denn für mich war das Radeln nicht anstrengend. Ich fuhr von 1500 MEter ü.N.N., dort wo die Staudammkrone liegt hinab auf 900 Meter ü.N.N. Genauer, in die mittelalterliche Stadt Glurns. Natürlich gab es wenige Gegenanstiege, aber tendenziell ging es bergab. 30 km/h Schilder waren am Radweg aufgestellt. Wer erreicht schon solche Geschwindigkeiten (mit Ausnahme der Rennradler). Nun, das sah ich dann auch zwischen Burgeis und Glurns. Ein nettes Schild zeigte mir einen traurigen Smiliey, gefolgt von der Geschwindigkeitsangabe 49 km/h. Nun gut, so kann ich mich täuschen. Aber nach etwas Bremsen fuhr ich dann langsamer. So lange, biss mein Fahrrad wieder Fahrt aufnahm. Da kann man gar nix machen. Das geht ganz schnell, bzw. fährt dann ganz schnell.

Ja, un dauf dieser Strecke sah ich linksseitig wieder einen Bunker. Ich weiss, dass er hier im oberen Vinschgau schon einige der alten Überreste des zweiten Weltkriegs gibt. Restauriert und bewohnt, oder einfah leer stehend. Als Mahnmal? Oder einfach so. Ich weiss es nicht. Aber es ist schon bizarr, wenn man linksseitig ein neues Wohnhaus sieht und keine 100 Meter entfernt steht auf der gleichen Wiese ein Bunker, der dreimal so groß ist. Kurzer Fotostop und weiter ging es nach Glurns.

Ja, Du glaubst es nicht. In diesem kleinen Kaff ist um 11:30, als ich dort ankam, mehr los als in Goslar in der Fußgängerzone an einem Sonnabend. Radler, Wanderer, ältere Leute, jüngere Menschen. Alles was laufen und Radeln kann, ist auf den Beinen. So war mein Eindruck. Ich steuerte sehr schnell das Gasthaus Grüner Baum an. Eine Empfehlung aus einem Transalp-Buch. Und da ich schon einmal am Geburtstag meiner Schwester da war, wollte ich hier mein Mittagessen einnehmen. Ich bestellt Nudeln mit Pfifferlingen. Und sowohl das Essen, als auch die freundliche Bedienung waren ein Gedicht. Ich finde, man erlebt immer weniger freundliche Servicekräfte bei uns zu Hause. Zumindest ist das meine Wahrnehmung und mein Eindruck. Hier im Alpenraum habe ich das noch nicht einmal erlebt.

Mir fiel meine Weiterfahrt um 12:15 Uhr auch nicht so leicht. Denn das Treiben auf diesem kleinen Marktplatz war schon sehenswert. Ich hätte noch stundenlang sitzen können und die Menschen beobachten können. Doch ich hatte noch einmal 500 Höhenmeter zu überwinden. Das sollte nicht ganz so steil werden, denn noch 15 Kilometer trennte mich von meinem Tagesziel Sta. Maria im Val Müstair. Ich kannte den Weg. War ich ihn doch mit dem einen meiner zwei besten Freunde Frank auf der Go-Wild Tour "Best of Trails" gefahren. Und so genoss ich die Sonne, die schon seit einigen Stunden schien und radelte so vor mich hin. Bis ich das Schild sah: "Gesperrt für Radler". Ich wollte gerade umkehren, um die STraße zu fahren, als mir ein Ehepaar aus dem Wald entgegen kam. Tja, wer redet, dem kann geholfen werden. Und so erfuhr ich, dass ich bis zu den nächsten Häusern fahren kann, um dann eine dort ausgeschilderte Umleitung zu nehmen. Die führte in praller Sone über einen Asphaltweg durch tiefgrüne Bergwiesen. Der Geruch war herrlich. So wie im Übrigen heute früh, als die Feuchtigkeit des Taus noch in den Wiesen lag und diesen einmaligen Bergwiesdengeruch hervor brachte. So nun auch hier im Val Müstair.ich kam gut voran, bis ich an diese eine Steigung kam. Plattenweg! Ich erinner mich noch genau an Frank vor 3 Jahren. Es war nicht gerade das, was man Motivation nennen konnte, was Frank von sich gab. Er war seinerzeit vom ersten Tag unserer Tour schon ziemlich fertig und es war heiß. Aber Frank hatte sich durchgebissen. Und das habe ich hoch geschätzt seinerzeit, als ich ihn auf seiner ersten Transalp begleitete, die ggf. dann doch eine Nummer zu schwer für die erste Tour war.

Heute ging es gut aus. Ich war noch fit und erreichte so um 13:30 Uhr Sta. Maria. Mein kleines Hotel war offen. Niemand zu sehen. Ein Schild stand dort: "Beziehen der Zimmer von 15 Uhr bis 18 Uhr". Nun gut, was mache ich in einem Dorf mit knapp 300 Einwohnern? Ich ging die Straße, die sehr eng für eine Durchgangstraße ist, die zum Ofenpass führt, auf und ab. Ein Bus quälte sich durch die enge Gasse. Links und rehts des Spiegels nur knapp 10 cm Platz. Ein kühles Getränk aus dem kleinen Lebensmittelladen am Ende des Dorfs füllte meinen Wasserhaushalt wieder auf. Denn meine Trinkblase im Rucksack war 1 km vor Sta. Maria leer. Da habe ich wohl nicht aufgepasst und hätte mal vorher an einem Brunnen auffüllen sollen.

Wie dem auch sei. Punkt 15 Uhr bekam ich mein Zimmer. Eine tolle Aussicht. Genau auf die Bergkette, die ich morgen auf dem Weg nach Livigno überqueren muss. Das Hotel Crush Alba ist eines von drei Hotels, die ich hier gefunden hatte. Und es ist genau das Hotel, wo die Ulp-Gruppe, die parallel zu mir fährt, nicht nächtigt. Also holte ich noch mein Gepäck aus dem anderen Hotel, das ganze 61 Meter von meinem Domizil entfernt ist und genieße nun nach einer kühlen Dusche mit Arven-Seife (das richt schon sehr gut) meinen Ausblick in die Berge bei zunehmenden Wolken und entspanne. Wenn da doch der Rasenmäher nicht gewesen wäre, der hier eine Lautstärke verbreitete, die den örtlichen Dorfach noch übertönte. Ach ja, was ich noch sagen wollte zum Hotel:

Das Hotel ist das älteste Gasthaus hier im Tal. Wurde schon im 15. JAhrhundert gebaut. Früher diente es als Säumerherberge. Da komme ich mir doch gleich gut aufgenommen vor. Bin ich im Augenblick nicht auch eine Art Säumer, der mit seinem Drahtesel eine Last über das Gebirge transportiert? Bei dem Gewicht meines Rucksacks mit Erstehilfe Ausstattung, einem halben Werkzeugkoffer, Regenklamotten, Ersatzkleidung, Telefon für den Notfall, Corona-Hygiene Basisausstattung und meinen 2 Liter Wasser in der Trinkblase mag man schon meinen, dass ich das Lasttier bin. Doch zurück zum Hotel. Es hat gebrannt. Und zwar im Jahr 2003 wurde das 2. OG, in dem ich residiere von einem Großfeuer zerstört. Doch es wurde wieder aufgebaut. Und ich muss sagen, es ist wunderschön. Es ist wahrscheinlich das urigste Hotel, in dem ich je auf einer Alpentour gewohnt habe. Schaun wir, wie die Nacht wird. Ich werde morgen berichten, wenn ich den nächsten Blogeintrag über die Etappe von Sta. Maria nach Livigno schreibe. Dort liegen gleich in der Früh 900 Höhenmeter auf 11 kim vor mir.

Zum ABschluß jedoch noch etwas, womit ich heute früh begonnen habe: Es begann mit dem Kriegsbauwerk auf dem Plamort und ich sah hier in Sta. Maria eine Skulptur, die auch mit Krieg zu tun hat. Nicht unweit von hier, am Stilfser Joch standen sich im 1. Weltkrieg Soldaten dreier Nationen, dreier Kulturen, dreier Sprachen gegenüber. Die Italiener und Österreicher, die im Krieg waren und die Schweizer, die aufgrund ihrer Neutralität diese Kämpfe kritisch beobachteten, um im Zweifelsfall ihre Neutralität durchzusetzen. Die Skulptur, die ich vor dem Dorfmuseum fand, vereinigt nun symbolisch diese 3 Staaten und erinern an die furchtbare Zeit. Als ich die Skultur sah und darüber las, fand ich, dass das den Tag heute so richtig abrundet. 

Nun noch einige Fotos vom heutigen Tag

 
Nach 45 Minuten Rückblick auf Nauders



Der Plamort mit dem Ortler im Hintergrund. Lohn meiner ersten Mühen am frühen Morgen



Die Panzersperren



Die Sperren mögen einen Panzer aufhalten, aber kein Mountainbike



Hier kam ich zur Ruhe und genoß den einmaligen Ausblick



Der Standardblick von hier oben über den Reschensee.Im Hintergrund der Ortler, der mich den ganzen Vormittag visuell begleitete.



Der Kirchturm von Graun, mal aus einer ganz anderen Perspektive



Häuser in den Alpen können wir uns nicht leisten. Ggf. dieses hier als Investitionsobjekt. Der Blick auf die schneebedeckten Berge sollte doch Grund genug sein, über die Invesition nachzudenken. Teuer kann das hier ja nicht sein. Und Oskar kann beim Renovieren mit helfen.



Bunker und Wohnhaus



Heute herrscht Frieden zwischen den Ländern. Das war nicht immer so. Eine Skulptur, die einen Schweizer Soldaten, einen italienischen Soldaten und einen Österreichischen Soldaten darstellt. Wer erkennt, wer wer ist?

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