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Dolomitentour 2018 - Tag2

Liebe Freunde der Dolomiten, des Mountainbikings oder einfach nur von Ullrich,

Nun liegt der zweite Tag der Dolomiten Panorama Tour hinter uns und es war ein ganz besonderer Tag. Es sollte von St. Vigil über die Pederü Hütte zur Farnes Hütte gehen, um dann weiter in Richtung Arraba zu fahren.

Uns so fuhren wir nach umfangreichem und gutem Frühstück los. Die Sonne war irgendwann auch nochmal zu sehen, aber sowohl Herr Kachelmann als auch Bergfex hatten angekündigt, dass das nicht so bleiben sollte. Und so hörten wir uns das auch von Frank an. 60% Regenwahrscheinlichkeit. Mehrere Liter pro Quadratmeter sollte es geben und Gewitter noch dazu. Doch davon war jetzt noch nichts zu sehen. Wir sind eine Asphaltstraße über 10 km gefahren. Tendentiell ging es bergauf. Nicht stark aber doch leicht. Und so erreichten wir die Pederü Hütte nach einer Stunde.

So far, so good -wie der sprachunkundige Deutsche ggf. sagen würde. Wir nahmen noch einen Snack zu uns, denn nun sollte es hoch gehen. 800 Höhenmeter auf Schotter, der sich gewaschen hatte. Na ja, gewaschen war er nicht, aber fest wohl auch nicht. Ich kam ganz gut voran, sah meine Mitfahrer hinter mir und genoss, wie gut mein Bike lief und mein Puls sich in Normalbereichen einpendelte. Gestern hatte ich häufiger noch Puls 160. Kein Wunder bei der Höhe. Heute waren mal 140 mal 145 Schläge pro Minute zu erkennen. Und das in entsprechender Höhe und bei anspruchsvoller Leistung. Mein Körper hat sich wohl schon etwas an die Höhe gewöhnt.

Ich fuhr erst alleine, machte dann das ein oder andere Foto. Die Natur war einfach grandios. AUch wenn sich der Hinmmel bezog, die Sonne nicht mehr sichbar war, so war es doch ein Naturschauspiel. Wir fuhren eingequetscht zwischen zwei Bergmassiven immer bergauf. Nach einem Fotostopp holten mich Kalle und Mario ein. Und so fuhren wir zusammen. Mal Mario vorne, mal Kalle.

So konnte es weiter gehen. Ich genoß die Fahrt. Auch die Temperatur war sehr angenehm. Ich trug wie immer meine Bib-Shorts und ein kurzes Trikot. Ohne Funktionsunterhemd. Mein Körper produzierte genug Wärme und so frohr ich nicht. Auch wenn das Shirt klitschnass war. Auch mein Oberrohr war klitschnass.  Nass vom Schweiss und nicht vom Regen. Regen, nein, den hatten wir nicht. Noch nicht. Denn kurz vor der Farnes Hütte merkte ich einige Tropfen auf meinen Armen. Sollte uns der Regen doch noch einholen? Ich bin bis heute 25 Tage Transalp gefahren und 5 Tage so durch die Dolomiten. Bisher hatte ich eine Stunde Regen.

Diese Statistik muss Bestand haben. Ich habe bisher einfach unsagbar Glück gehabt. Oder habe ich es mir verdient? Ich weiss es nicht. Aber wie das Leben so spielt, es macht etwas anderes, als wir planen. Und so fing es -während wir noch auf den Rest der netten Gemeinschaft warteten- auch hier an zu regnen. Es wurde immer doller und guter Rat war teuer. Weiter fahren? Wir mussten noch 100 Höhenmeter erklimmen um dann noch ca. 5km durch eine Hochebene zu fahren.

Was tun? Krisengipfel an der Farnes Hütte. Die Entscheidung ist gefallen (etwas was mir richtig gut zusagt, Entscheidungen zu treffen ) und ich war froh. Wir wollen im Regen weiter fahren, weil die Wettervorhersage tendentiell noch schlechteres Wetter ankündigte. Wir wollten gerade los fahren, Potz Blitz - ach nee, ein Donner. Also musste die Entscheidung von vor 5 Minuten schon revidiert werden und wir gingen in die Hütte. Es war dort wärmer und so wollten wir das Gewitter abwarten. Ein Gewitter willst Du nicht in den Bergen haben. Schon gar nicht auf einer Hochebene.

Doch nach einem Gespräch von Mario mit dem Wirt haben wir erfahren, dass eine Schwalbe noch keinen Sommer macht und ein Donner in einem anderen Tal noch kein Gewitter. Also Abfahrt - im strömenden Regen. Dank GoreTex Regenjacke und Vaude Regenhose war ich jedoch trocken. Bis zu den Knien. Denn ich hatte die kurze Regenhose an. Es war ja auch nicht richtig kalt. Und so erklomm ich eingepackt die nächste Höhe. Bergab ging es weiter. Etwas festere Bestandteile kamen im Regen dazu und es wurde kälter. Und das war nicht die einzige negative Nachricht. Die nächste kam in Form von Donnern. Es wurden immer mehr Donner. Und so kam eine kleine Hütte gerade recht, in der wir eine nette Wandertruppe trafen, mit einem Kakao ein nettes Gespräch hatten, bevor wir wieder "Kriegsrat" abhalten mussten. Denn hier waren wir erst einmal gefangen.

Der Donner wurde weniger. Auch der Regen und so wollten wir dann doch den Weg über die Hochebene aufnehmen. Anziehen und los ging es. Ich fuhr mit Marcus voran. Es regnete immer doller. Wir fuhren bergauf, bergab. Auch durch tiefste Waserlachen, an einer Stelle sah die Hochebene aus wie ein See. Und an dieser Stelle kam er. Der helle Blitz. Wie lernt man es als Kind immer? Zählen! Ach ja, 1, 2, 3,4, Bummmm. 4* 330 Meter. Na da hatten wir ja Schwein. Da war der Blitz noch ca 1,2 km von uns entfernt.

Wir mussten eine Steigung hoch. Ein zweiter Blitz. Nicht so hell wie der erste, aber eben ein Blitz. 1,2,3, Bummmm. Oh Mann, das wird ja knapper. Einen Schutz gibt es hier nicht. Und so habe ich doch sehr großen Respekt. Keine Angst. Dafür ist keine Zeit. Denn wir fahren recht schnell, der Weg ist rutschig, Steine blockieren ihn  und es geht auch mal bergauf und bergab.

Bis wir zum Tor kommen. Nicht zum Himmelstor, sondern zum Tor, welches einen Wanderweg einleitet, den man besser mit dem Bike nicht fährt. Lutz, unser Guide aus der letzten Tour meinte auch, wer dort fährt sei verrückt. Nun, mag sein. Ich würde mir das nicht zutrauen. Niemals!

Und so ging ich schnellen Schrittes den Berg herunter. Immer hinter Marcus her. Wir verließen die Hochebene. Es grummelte und donnerte noch ein paar Mal. Aber das Gewitter entfernte sich von uns.

An Fahren war hier nicht zu denken. Ich schob mehr, als dass ich fuhr. Auch im unteren Bereich! Mario holte uns ein, und auch Kalle. Wir warteten noch kurz, bevor es weiter ging.

Und da passierte es: Marcus stürzte. Wahrscheinlich an einem Holzstamm, der quer über den Weg verbaut war. Klar sollte das Geröll nicht den Weg herunter gespült werden. Und eine Stufe im Weg ist zum Wandern immer gut. Abgerissen ist seine Steuerung siener versenkbaren Sattelstütze. Sein Innenleben im Helm ist verdreht gewesen. Man, gut, dass ihm nicht mehr passiert ist.

Nun waren wir wieder alle beisammen. Marcus -der andere- fuhr und ich warnte ihn noch. Er kam jedoch kurz vor uns zum Stehen. Also hieß es sammeln, Frank und Christoph waren auch gleich zugegen und wir fuhren, gingen weiter. So auch ich.

Der Weg wurde flacher. Hier konnte man wieder fahren. In meinem Gehirn spukte noch die Frage herum, wie man hier wohl gerettet werden könnte. Mit Hubschrauber bei dem Wetter auf keinen Fall. Bei uns im Landkreis nennt man so etwas Geländerettung. Wie gut, dass ich das Konzept nicht kenne. Ist auch egal, weil wir ja keine Rettung haben wollten.

Nun, mit den Wünschen ist das manchmal so eine Sache. Sie werden erfüllt oder nicht. Denn keine 2 Minuten später -ich fuhr gerade über einen dieser nassen Baumstämme- passierte es: Mein Rad rutschte weg. Der Baumstamm war nicht senkrecht zum Weg sondern in einem Winkel von ca 75 Grad. Ich fuhr ihn aber senkrecht an. Sollte kein Problem sein. Sollte - war es aber doch. Mein Rad rutschte weg, meine Schuhe klickten aus den Pedalen aus, meine Hände griffen in den Boden, mein Kopf schlug auf einen Stein (gut, so ein Helm!!!!!) und mein Knie auf einen anderen. Waren ja genug Steine dort.

Die Schmerzen waren nicht gerade von schlechten Eltern. Ich weiss, ich bin eine Mimose. Aber es tat weh, ich konnte zuerst nicht auftreten. Ein Blick zum Knie - oh Gott! Eine tiefe Schnittwunde. Wie gut, dass wir Frank und Christoph, zwei erfahrene Retter bei uns hatten. Und Mario mit dem Verbandszeug. Mit Wasser aus der Trinkblase wurde die Wunde gereinigt, Steine ausgeschwemmt und das Knie fachmännisch verbunden. Eine Schiene wurde auch angelegt und mit Verbandspäckchen sowie Beinlingen fixiert. Warum habe ich heute meine Knieschoner im Koffer gelassen?

Da habe ich es eigentlich nicht besser verdient!!!   Und so ist es extrem ärgerlich. Dummheit wird im Leben bestraft. Doich wir waren immer noch bei der Geländerettung. Das Bein zu knicken war nicht mehr möglich. Es war ja geschient. Und wir hatten noch mindestens 500 Meter vergab auf dem Trail zu gehen. Gehen war das Einzige was möglich war. Zumindest im Trail. Also haben mit Frank und Christoph (@Frank und Christoph: Danke für Eure tolle Unterstützung) abgestützt und Mario holte die Räder. Von unten kam dann auch noch Kalle gelaufen, um uns zu helfen.

So humpelte ich den Berg herunter. Geländerettung a la Frank, Christoph, Mario, Kalle und Ullrich. Das Knie tat schon weh. Aber was soll es. Wer zu blöd zum Biken ist, sollte eher Schach spielen - oder Halma.

Wir erreichten die Hütte Campano Alpina. Von dort war auch schon die Rettung angerufen. Und so dauerte es nicht lange, bis ein Pinzgauer um die Ecke bog. Eingestiegen und ab ins Krankenhaus. Das nächste war eine Privatklinik. Na, da freut sich meine Versicherung!

Die Fahrt dauerte nicht lange. In der Klinik begrüßte mich eine nette, gut aussehende Südtirolerin, ein blonder Krankenplfeger mit Rollstuhl und ein italienischer Arzt. Doch dieser sprach kein Deutsch und nur wenig Englisch. Also war ich auf die Südtirolerin angewiesen, die alles übersetzte.

Als erstes wurde die Wunde gespült und gereinigt, bevor das Röntgen anstand. Nun noch kurz dine BEtäubung und schon ging es los mit dem Nähen. Tat ja gar nicht weh, war ja betäubt. Trotzdem spürte ich , wie sich die Nadel durch die Haut bohrte und meine Haut hin und her gezogen wurde. Tja, die Wunde war ja auch recht tief. 5 Stiche waren es, bis dann alles noch einmal gereinigt wurde und ebenso verbunden wurde.

Das war sie nun, meine Dolomiten Panorama Tour. Denn an Radeln ist die nächsten Wochen nicht zu denken. Nass werden darf das Knie nicht, knicken sollte man auch erst einmal vermeiden. Und so wurde ich mit Antibiotika, Schmerzmitteln, Kühlakkus dem Taxifahrer übergeben, der mich für schlappe 50 Euro nach Arraba fuhr. Und siehe da, er war Feuerwehrmann. Freiwilig wie ich. Und so hatten wir nette Gespräche, bis ich gegen 17:00 Uhr im Hotel ankam.

Das war nicht nur meine Dolomiten Panorama Tour, sondern auch meine Ehring. Denn diesen habe ich bei dem Unfall verloren. Sei es beim Handschuh ausziehen oder beim Sturz. Ich weiss es nicht. Ich bin unsagbar traurig. So etwas gibt es nicht wieder. Hat er mich doch durch Dick und Dünn begleitet.   @Claudia: tut mir wirklich leid!!!

Wie es jetzt weiter geht? Nun, das mit der Tour ist klar: Das ist mein letzter Blog. Wie ich morgen in irgendeinem Hotel sitze oder auch übermorgen, bis Frank und Christoph die Tour zu Ende gefahren haben, wird wohl niemanden mehr interessieren. Und wie geht es mit meinem Ehering weiter? Nun, das wird nicht verraten. Vielleicht heirate ich ein zweites Mal. Dann gibt es ja wieder einen. Aber da kommt nur Claudia in Frage, denn was besseres kann mir nicht passieren. Das habe ich mir so im Telefonat, als ich von meiner Dummheit berichtet habe, gemerkt.

Tja, und dem verbleibenden Rest der Truppe wünsche ich natürlich eine unfallfreie Rest-Tour. Schade eigentlich, weil ich gerne mit jedem Einzelnen noch einige Zeit verbracht hätte. Ihr seid toll und eine Truppe, wie man sie sich eigentlich nur wünschen kann.

Bye Bye und Servus aus Arraba...

Dolomitentour 2018 - Tag1

So, nun ist der 29.08.2018 schon fast zu Ende, und der erste Tag einer Rundtour durch die Dolomiten vollbracht. Gestern sind wir frühzeitig aus Goslar aufgebrochen, um kurz nach 06:00 Uhr in Richtung Mühlbach in Südtirol zu fahen. Hier sollte unsere Radgruppe, die aus 6 Teilnehmern besteht um 18:00 Uhr das Kennenlernen vollziehen.

Nun, kurz nach Goslar das übliche. Eine dumme Autofahrerin in einem 3er BMW bremste bis auf 10 km/h herunter, um einen Betonmischer in einer einspurigen Baustelle auf der Bundesstraße aus dem Beschleunigungsstreifen die Vorfahrt zu geben. Wenn doch die Deppen endlich mal die Straßenverkehrsordnung lernen würden, so würden mehr kritische Situationen vermieden werden.

Sei es drum. Wir fuhren richtung Osten um nach ca einer Stunde dann den Kurs in Richtung Süden einzuschlagen. Die B6n, A14 und A9 war recht frei und so kamen wir mit 130 km/h recht flott voran. Bis kurz vor München, wo der Verkehr naturgemäß dichter wurde. Die Autobahn vom Inntal nach Kufstein war gesperrt. EIn brennender Lkw wurde gemeldet. So fuhren wir über die A96 in Richtung Garmisch. Auch hier Stau vor Eschenlohe. Aber kein Problem für ein Auto ohne NAvigationssystem. Abfahrt von der Autobahn, dann in Richtung Kochelsee, WAlchensee und in der Nähe von MIttenwald hieß es noch einmal in Deutschland tanken. Hier wurde auch der Fahrer gewechselt. Ich war dann nach über 600 km und knappen 6 Stunden doch zu müde und Frank übernahm.

Auch Frank kam gut voran, eine kurze Mittagspause aim Zirler Berg mit Blick auf das Inntal. DIe Autobahn war frei und so ging es zügig in Richtung Brenner. Mautticket bezahlen (online ging ja wegen EU Gesetzen nicht) und nach knapp25 Minuten waren wir auch schon in Italien. HIer wurde von uns noch das obligatorische Warnschild montiert und so konnten wir die letzten 25 Minuten nach Mühlbach in Angriff nehmen.

In Mühlbach trafen wir Mario, unseren Guide. Ein netter, fröhlicher lustiger Mann, der auch mal im Harz gelebt hat. Weiterhin kamen Karl-Franz (kurz Kalle), Markus und Markus dazu und unsere kleine Truppe war komplett. Wir haben von jedemm 2. 2 Polizisten, 2 Feuerwehrmänner, 2 ITler. Nur einen Guide. OB das gut geht?

Ja, es ging gut. Am ersten Tag zumindest. Soweit kann ich bis hier berichten. Denn der zweite Tag begann recht früh. Ich brachte die letzen Ausrüstungsgesgenstände, die ich nicht gedachte, mitzunehmen wieder ins Auto. Es war 07:00 Uhr. Christoph begleitete mich auch er wollte noch Sachen deponieren. Mein Ohr machte Probleme. Wie so häufig die letzen 4 Wochen. Piepen und Druckgefühl sind nicht normal, aber jetzt muss ich da durch. Und nach einem Frühstück war um 08:30 auch keine Zeit mehr daran zu denken. Denn wir fuhren ab 09:00 Uhr (die Kirchenglocken bimmelten gerade) in Richtung Rodenecker Alm. Das hieß erst einmal Aslphaltstraße bergauf. MAnchmal fast in der Falllinie, manchmal in Kurven. Es war steil. Und laut. Schlecht für mein Ohr. Die Lautstärke kam von Lkws und Pkws, die uns überholten. Hier war ein VErkehr wie auf dem Kuhdamm oder auf der A2 bei Braunschweig.

So fuhren /quälten wir uns knapp 900 Höhenmeter -oder waren es 800?- um dann endlich die Straße zu verlassen. Auf einem Schotterweg ging es weiter und es kam die erste schöne Aussicht über die Dolomiten.

Kunststück - heißt unser Tour doch auch Dolomiten Panorama Tour. Und so fuhren wir das PAnorama genießend berauf, bergab, bergauf, bergab. Es war alternierend unt teils verblockt. Anstrengung pur. Und immer wieder das Panorama. Wir sahen die Plose, die Geißlerspitzen und auch die Zillertaler Gletscher im Norden. Nach einer Johannesbeerschorle oder auch Radlern ging es wieter. Bergauf, bergab. Bis zum Mittag um 13 Uhr, wo wir einsam in er Natur in Ruhe, ungestört unser Mitgebrachtes Essen aus dem Supermarkt von Mühlbach zu uns nahmen.

Es gab Vinschgerl und Bananen für mich. Und Wasser aus der Trinkblase. Die Gespräche waren lustig, teils ernst über Bildung, Politik und was weiss ich und es ist klar. DIe Truppe hier ist eine tolle Truppe. So etwas wünscht man sich. Den Humor am rechten Fleck und vor allen Dingen teamorientiert. Hier wird die Gruppendynamik nicht studiert, sondern positiv gelebt.

EIn platter Reifen beim Guide und 5 Minuten nach ABfahrt bei Frank hielten uns kurz auf. Und es ging nach einer weiteren Stunde mit Super Panorama über tolle Trails bergab. Wir wollten nach Bruneck. Die Trails waren einfach nur klasse. Steil, teils verblockt, im Wald -also schattig. Wir fuhren jeder unser TEmpo und am Ende wurde gewartet. Ich kam mit einem Guide aus Südtirol ins Gespräch. Doch das war zu kurz, weil wir weiter mussten.

Und dann war da dieser eine Bauer, Landwirt, Grundbesitzer. Wir durften einen Trail nicht nutzen. Nur für Wanderer. WIr wollten dann usnere Fahrräder schieben. Da wurde er laut, dass er uns dieses verbietet. Sein -vermutlicher- Vater wurde noch lauter und Frank auch (hat er wahrscheinlich nicht gemerkt). Und so mussten wir wieder bergauf auf der Straße fahren, um die Straße ins Tal in Richtung Brunneck zu nehmen.

Markus und MArio suchten den Weg mit NAvi und Smartphone. Ach, da war er. Nach 15 Minuten fuhren wir in die richtige Richtung. Um 100 Meter bergab zu fahren. Diese 100 Höhenmeter mussten wir auch gleich darauf wieder bergauf fahren. Mist! Aber so ist das nun mal. Kann passieren. Ist nur ärgerlich. Warum? Weil wir Zeitdruck hatten. Wir wussten nicht, wann die letzte Seilbahn zum Kronplatz fuhr. Denn dort mussten wir noch hin, um dann Trails in Richtung St. Vigil zu nehmen.

Also nicht taktieren, sondern ratz fatz in die Pedale getreten und wir kamen an der Seilbahn an. Pünktlich. SIe wäre noch 60 Minuten gefahren. Mein Rad macht Sorgen. Vorna am Ritzel schlägt die KEtte über. Das ist nicht das, was gut ist. Und heute Abend muss es repariert werden. Wahrscheinlich ist ein Zahn im Zahnrad defekt. Schau'n wir mal.

Mit der Silbahn hoch, mein Schu stank nach Fäkalien - Kuhmist. So'n mist. Oben angekommen nahmen wir noch eine kleinigkeit Flüssigkeit zu uns. Radler für die anderen. Spezi für mich. Der Ausblick war grandios. Große Erhebungen, Hügel und auch Berge. Und das Dirndl sah auch noch nett aus. Und das Panorama in den Dolomiten - ein Gedicht. Leider war das Restaurant gerade im Begriff zu schließen, so konnten wir uns an dem Panorama nur ganz kurz ergötzen. Und es hieß wieder einklicken, Dämpfer und Federelement lösen und schon ging es in einen Trail. Ich fuhr mit Frank, Christoph und Markus den Flowtrail, während Mario Markus und Kalle den anderen mit mehr Sprüngen fuhren.

Es war mittlerweile 17:00 Uhr. DIe Kräfte schwanden und es hieß bannig aufpassen, damit nichts passiert. Kalle ist gestürzt, sonst aber zum Glück niemand.

Doich irgendwan hat auch der Spaß ein Ende, die Straße ist erreicht, einige MEter bergauf - nicht der Rede wert und es ging dann wieder herunter in Richtung St. Vigil. Meine Bremsen quietschen, meine Klamotten sehen nru noch dreckig aus. Ich bin ausgelaugt, mein Fahrrad knarzt und ich habe Hunger und Durst. Alles kein Problem. Das Hotel ist gleich erreicht. Gleich? Nun, in St. Vigil hieß es nochmal einige Höhenmeter zu erklimmen. Für die Zahlenfetischisten: Knapp 60 km 1800 hm. Mir ist das egal. Ich will nur noch duschen, trinken und essen. Doch wo ist das Hotel. Wir finden es nicht! Nach weiteren 30 Minuten. Es ist mittlerweilse 18:30 haben wir es gefunden. Super, klasse. Doch verglichen mit den bisherigen Hotels meines Reisveranstalter ist es nich superklasse. Es ist einfach, reicht aus aber kein Highlight. Nun, die hatten wir auch auf der Rodenecker Alm und auf dem Kronplatz. Wenn man Noten von A (schlechteste), bis E (die Beste) geben würde, wären wir heute bei doppeldeutigen "Doppel D".

So jetzt duschen un in 30 Minuten geht es Essen. Bis morgen, wo wir nach Arraba durch das Farnes Tal fahren werden Ich melde mich dann mit Bildern und weiteren GEschichten.

Bis dahin liebe Grüße

Ullrich

 

 

Mountainbike Garmisch - Gardasee - Summary

Wie war es für Ullrich, auf seiner vierten Transalp?

14.7.2018 12:30 Uhr. Wir sind gerade vom Brennerpass los gefahren. D.h. wir sind schon wieder auf der Heimreise und die diesjährige (und meine letztmalige?) Transalp ist somit vorüber, erlebt, gefahren, genossen oder gar geschafft- Jede dieser Beschreibungen stimmt auf seine Art und Weise. Es war eine Transalp mit Höhen und Tiefen. Und das im wahrsten Sinne der Worte. Wir sind einige Tausend Meter bergauf gefahren und auch einige Tausend Meter bergab gefahren. Wir sind auch mehrere Hundert Kilometer geradelt. Mal auf Straße, mal auf Waldwegen, mal auf Fahrradwegen und mal auf Trails. Wir haben 6 Hotels kennen gelernt, wobei die alle von Ulp sehr schön ausgesucht waren. Auch das "Schlechteste" von ihnen war noch absolut ausreichend. Wenn man die Relationen beachtet!. Ich habe mich wohl gefühlt.

Nun, und wir haben 6 Tage unterschiedlichste Charaktere kennen lernen können. Es sind zwei Gruppen los gefahren. Oder besser gesagt 10 Individuen. 5 Frauen, 4 Männer und unsere beiden Guides Lutz und Julian.

Und wie es bei so zufällig zusammen gewürfelten Gruppen nun der Fall ist, harmoniere ich mit einigen besser, mit anderen schlechter. Die Gruppe funktionierte für mich überwiegend. Hatte jemand einen kaputten Schlauch, wurde ihm sofort geholfen. Ich hatte sehr nette Gespräche, wenn ich auf solchen Touren auch lieber mich genieße und die Natur. Für die guten Momente danke ich den Beteiligten. Danke Markus, danke Günter und Danke Thomas. Doch ehrlich muss ich auch sagen, dass ich den Zusammenhalt und die Stimmung, den ich bei meinen Touren im Jahr 2016 und 2017 erleben konnte, dieses Mal nicht gefunden habe. Warum nicht? Nun, da mag es mehrere Gründe geben.

Zum Einen müssen mir nicht alle Charaktere gefallen. Tun sie auch nicht. Wir sind ja eine Interessensgemeinschaft, die 6 Tage das gleiche Interesse hat. Aber nicht alle Interessen werden von uns geteilt. So war es für mich eben unpassend, in schönster Natur dauerhaftes Gerede zu hören (welches für mich nicht immer erhellend war), in meiner Wahrnehmung übermäßig künstliches Gelächter über Dinge, die ich nicht lustig fand. Und dann war da auch noch eine Überheblichkeit, bei Einzelnen gegenüber der Einsteiger Truppe. "Ist das hier nicht schöner, als in so einer Cappuccino Truppe durch das Tal zu fahren?", "Hast Du Dich nicht gelangweilt, als Du mit der langsamen Truppe gefahren bist...?" So viel Dummes Zeug habe ich auf keiner anderen Transalp erlebt. Und so viele Missachtung von Claudia und Sabine war für mich erschreckend. Musste den Wortführern dieser Worte doch klar sein, dass ich das als Ehemann und Bruder auch mitbekomme. Sensibilität 6, setzen!

Es war unpassend. Und dieses gerade von den Teilnehmerinnen, die aus Level 1 in die Level 2 Gruppe gewechselt waren. Wenn Claudia und Sabine Level 1 gefahren sind, und nicht schnell genug für zwei Damen waren, dann ist das OK, wenn sie in Level 2 wechseln. Wenn diese Teilnehmerinnen dann aber Trails nicht schnell fahren können, oder gar nicht fahren können und auch am Berg bei uns hinterher hängen, so ist es nicht mein Stil, hierüber zu lästern, wie die gleichen Damen das in meiner (und auch Sabines, bzw. Claudias Wahrnehmung) gegenüber der Level 1 Gruppe gemacht haben. Mich widert so ein Verhalten an und ich bin mir bis heute nicht sicher, ob das die Beiden gar nicht gemerkt haben. Ich hätte mich gefreut, hätten die beiden Freundinnen die Toleranz gegenüber der anderen Truppe an den Tag gelegt, die ich gegenüber ihnen gezeigt habe. Habe ich es den Beiden gesagt? Nein! Warum nicht? Weil ich einfach keine Lust hatte. Claudia jedoch hatte hierüber auch mit Lutz, meinem  Guide,  gesprochen und das war sehr gut.

Nun und dann war da das ewige Gesabbel, welches ich schon erwähnt hatte. Ich fahre die Tour, um die Natur zu genießen. Ich muss nicht die ganze Zeit reden und auch keine Geschichten hören. Mal ist das OK, aber nicht immer. So traf dann das MItteilungsbedürfnis einer Mitfahrerin (OK, ich wurde zu Beginn von dieser schon hierüber gewarnt) nicht das Hörbedürfnis von mir. Und ehrlich wen interessiert es, ob wir 420, 410, 400 oder 380 km gefahren sind? Und wen interessiert es, ob ich 10.000 Höhenmeter, 8000 Höhenmeter oder nur 6000 gefahren bin? Niemanden! Ich mach das doch nicht für Zahlen, sondern als Erlebnis und zum Wohlbefinden.

Ich könnte mir vorstellen, was man aus dieser Zahlenfixiertheit interpretieren könnte. Aber das steht mir nicht zu, hierüber zu urteilen. Es passt nur mit dem mehrfach gleichen Ausdrucksweisen dieser einen Mitstreiterin zusammen, die von Hackordnung, Trialordnung und ähnlichem sprach.

Sei es drum, jeder soll glücklich werden, wie er möchte. Jeder hat das gleiche Geld bezahlt, jeder soll so sein, wie er möchte. Und so habe ich aus der Tour das Beste gemacht, habe genossen und auch viel Spaß gehabt. Danke Markus, Thomas, Günther! Von Günter habe ich übrigens viel über Hopfenbuchen gelernt (nämlich, dass es diese überhaupt gibt) und ich habe viel über Wildschweine und deren Verhalten gelernt. Nun kann ich mit weniger Angst in Zukunft durch den Harz fahren. Ach ja, dass Douglasien auch gut riechen, wie Zirben, kann für mich in Zukunft auch noch wichtig sein. Daher nochmals Danke Günter.

Wobei ich abschließend sagen kann, dass die Tour Garmisch-Comer See oder auch die Level 3 Tour "Best of Trails" viel mehr hochalpine Erlebnisse hatte. Und dadurch waren sie viel schöner für mich. Trotzdem war es alles in allem eine schöne Tour, mit hoch engagierten Guides, netten Mitfahrern und schöner Landschaft.

Viele dieser Alpentouren werde ich  so nicht mehr machen und ich bin dankbar, dass meine Gesundheit die 6 Tage durchgehalten hat. Auch meine Kondition hat gehalten. Das war eine Sorge, die ich vor der Tour hatte, denn im Gegensatz zum letzten Jahr hatte ich in der Vorbereitung ja 500 km weniger trainiert. Und so kann ich sagen Ende gut, alles Gut. Und die wenigen negativen EIndrücke, die vergese ich. An den positiven Eindrücken werde ich mich -wie auch  in den Jahren zuvor- lange laben können. Und ich hoffe, dass Sabine und Claudia genauso denken können wie ich und ihre emotionalen Belastungen durch die oben erwähnte Missachtung auch vergessen können. Im Übrigen sei ja gesagt, dass die Leistungen für Neulinge viel Größer zu bewerten sind, als die von mir, der nun schon die vierte Tour hinter sich hat.

Noch ein abschließendes Wort zu unseren Guides: Danke Lutz für die Trials, die ich fahren durfte. Danke auch für die Rückmeldung zu meiner Fahrweise im Vergleich zu 2015 und Danke für die Eindrücke, die ich dieses Mal gewonnen habe. Und danke auch für die guten Gespräche, die wir während des Fahrens geführt haben. Mir wird unser Gespräch von Bozen hinauf zum Mendelpass wo wir 60 Minuten 12 km bei 500 Höhenmeter -ich musste einfach auch mal Zahlen bringen ;-)  in Erinnerung bleiben. Und das obwohl die Zeit wie im Fluge an mir vorbei ging.

Danke Julian für Deine einzigartige Art und Weise. Dein Humor ist einmalig. Dein Sarkasmuss ist das, was ich gut leiden konnte. Ich fürchte, dass ihn nicht jeder versteht. Und Danke Dir für die Art und Weise, wie Du Dich um Sabeine und Claudia gekümmert hast. Deine sozialen Qualitäten rufen einfach danach, dass Du hieraus etwas mehr machst. Und ich bewundere, dass Du so ein harter Typ bist, verwegen und risikobereit, dass Du Morgens Elmex nimmst und Abends Aronal. Das muss Dir erst einmal jemand nachmachen. Als Steigerung könntest du mal im Smoking an eine Tankstelle fahren und tanken. Dort steht ja immer "Not Smoking".
Noch ein Tipp zum Schluß: Tausch Deine Transalp Urkunde bei Bewerbungen wieder gegen Dein Physik-Masterzeugnis aus. Das kommt dann doch bei Personalern besser, die Dich einstellen wollen! Hätte ich einen Arbeitsplatz zu besetzten, der auf Dich passen würde, Du würdest ihn sicher bekommen.

In diesem Sinn, schließe ich jetzt kurz vor Garmisch meinen Blog zur diesjährigen Transalp. Ich sage Kette rechts und keep on riding..

Nachtrag 14.07.2018: In Grainau, wo wir noch Urlaub machen, traf ich zufällig meinen Guide Holger Schaarschmidt von der letzten "Best of Trails" Tour. Das war ein nettes Wiedersehen. Und ich nehme das Obige zur wahrscheinlich letzten Tour von mir zurück. Ich denke, dass ich auch nächstes Jahr wieder eine Tour fahre. Mit Holger. Mal sehen, ob es klappt.

 

Und was denkt Claudia nach ihrer ersten und sicherlich einzigen Trans Alp?

Die Äußerungen zu den Höhenmetern und Kilometern, zu den gefahrenen oder geschobenen Trails und dem einen oder anderen Charakter von Ullrich muss ich nicht wiederholen. Ich bin bestimmt auch nicht jedermanns oder jederfraus Sache - aber ich bin auf jeden Fall teamfähig und denke mir in mancher Situation eben meinen Teil.

Für mich gab es weder eine 'Hackordnung' bei der Reihenfolge der Radelnden noch einen Wettkampf gegen irgendjemanden aus der Gruppe. Für mich war es wie bei meinen Marathons und auch den anderen Läufen: Ankommen ist das Ziel und vor allem, dass es mir dabei und danach gut geht. Und genau das habe ich erreicht. Ich hatte keine Schmerzen (außer den üblichen jahreslang bekannten), ich fühlte mich etwas kaputt, aber richtig gut!

Als Sabine Ullrich irgendwann mal fragte, ob sie auch auf der Tour mitfahren könne, hatte ich zunächst Sorge, dass sie, die schon immer Sport gemacht hat, mich derart zieht, dass ich mich überfordere, nur, um nicht immer hinten anzuhängen. Auf unseren gemeinsamen Fahrten durch den Harz habe ich ihr das auch offen gesagt. Aber wir haben vom ersten Mal an gemerkt, dass das super passt mit uns beiden. Sabine war am Berg manchmal fixer, hatte da so ihren 'Lauf', ich war dafür bergab deutlich mutiger und wir harmonierten einfach toll beim Fahren. Wir haben wirklich schöne Touren gemacht und wollen das auch ab und an beibehalten.

Während der Tour ist das genauso harmonisch geblieben und es war einfach toll, Sabine, dass wir gemeinsam gefahren sind. Wir haben uns gegenseitig ermuntert und keine von beiden hat sich schlecht gefühlt, wenn es mal nicht so lief - da war eine ganz ehrlicher und aufrichtiger Zusammenhalt ohne jegliche Konkurrenz und/ oder Neid auf erbrachte Leistungen. So, dachte ich eigentlich, ist das in Sportlergruppen mit diesem Ziel, eine gemeinsame Tour zu machen, üblich. Nun, da wurde ich vom Gegenteil durch einige wenige Teilnehmenden überzeugt. Sicherlich habe ich das mit dem andern Guide thematisiert, aber eben nicht mit den betreffenden Radlern, aber im Nachhinein denke ich, hätten sie das ohnehin nicht verstanden. Empathie ist für manche nicht nur schwer zu schreiben, sondern auch zu empfinden. Es hat mich sehr verletzt, dass man sich auf meine Kosten amüsiert hat, aber auch hier ist mir klar, dass es sich nur um einen kleinen Teil handelt und wenn sie das nötig haben - bitte - wenn sie sich dadurch selbst aufgewertet haben. Ich habe dieses Päckchen irgendwann auch zugeschnürt und daraus gelernt habe ich allemal. Und ich hoffe, dass mein offenes Gespräch in Bozen auch etwas Nachhaltigkeit zeigt. 

Warum habe ich diese Tour gemacht? Weil ich es wollte - nicht, weil ich es schon konnte! Ich wollte es wissen und ich weiß, dass ich meinem Körper mit all seinen Krankheiten und Einschränkungen damit eine ganze Menge zugemutet habe. Wir beide sind an vielen Tagen nicht gut aufeinander zu sprechen und ich habe ihn diese Woche wahrlich provoziert. Aber er hat mich nicht wirklich im Stich gelassen. An der Norbertshöhe und am letzten Tag zum Abschlussfoto hatte ich Sorge, dass nun die Rache kommt, aber er hat es mir dann doch gegönnt, dass ich mit Stolz zurückblicken kann, dass ich es geschafft habe. Das Gefühl kann man schwer beschreiben, das ist einfach so ganz ruhig und warm und zufriedenstellend.

Und zum Abschluss noch ein paar Sätze zu unserem Guide Julian: Ich weiß nicht, ob er die Zeilen irgendwann mal liest, aber er war vom ersten Moment an der richtige für uns beide. Er war einfühlsam, konnte uns super einschätzen, das richtige Tempo und die richtigen Strecken für uns entscheiden und uns trotzdem auf charmante und geschickte Art immer wieder zu Höherem fordern. Es hat einfach Spaß mit ihm gemacht, sein feiner Humor ist einfach großartig und ihm konnten wir keine Steigung und keinen Weg abschlagen und irgendwie krumm nehmen. Wir haben während der Touren zu dritt viele schöne und interessante Gespräche geführt - also war da noch genug Luft :-) zum Atmen beim Radeln, Schieben und Tragen. Ich wünsche ihm, dass er seine Fähigkeiten und seine Kompetenzen im Umgang mit Menschen irgendwann nicht nur für seine Touren und sportlichen Aktivitäten nutzt, sondern den Mut für ein Parallel-Leben aufbringt, über das er ja selbst nachdenkt und über das wir auch immer wieder gesprochen haben.

Und Sabine - Dir danke ich, dass wir diese Tour so bravourös zusammen durchgezogen haben und dass Du eine so tolle Teampartnerin warst. Wenn ich nochmal fahren würde - immer wieder gerne mit Dir! 

Und der letzte Satz gehört Ullrich: Ich habe ihn auf der Tour an den Abenden doch auch immer wieder mal mit meinen Gedanken vollgesabbelt und dabei kam auch der Gedanke auf, dass ich mich so ein wenig in sein Hobby eingedrängelt habe. Ich habe ja einfach gesagt, dass ich auch so eine Tour mit ihm mitmachen möchte und habe gar nicht gefragt, ob er das auch gut fände. Er fand es aber gut und hat ja sogar diese Switch-Variante herausgesucht. Es war auch für ihn eine Umstellung, dass er diese Tage nicht nur an sich und seine Dinge denken musste, sondern eben auch an mich und uns. Und auch das hat hervorragend geklappt und ich danke ihm für diese Erfahrung und dieses Erlebnis. Ein weiterer 'Bonding-moment' in unseren 24 Jahren, die ja auch wie so eine Art Alpenüberquerung waren. Es war toll mit Dir und wenn ich noch einmal fahren würde - auch immer wieder sehr gerne mit Dir - zumindest dann an den Abenden nach getrennten Anstrengungen!