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Ullrichs shots

2020

8 items

Die letzte Etappe meiner diesjährigen Tour über die Alpen sollte ganz im Zeichen der Entspannung stehen. Eigentlich führt die Etappe mit dem Luft hoch zum Mottolino in Livigno. Von dort geht ein wunderbarer Panoramatrail parallel zum Tal in Richtung Forcola di Livigno. Hier sind -nachdem ein entspannter Singletrail wieder ins Tal zurück führt, einige Meter hoch zu fahren. Eben zum Forcola. Von dort geht es über den Berninatrail schön mit Blick auf das Bernina Massiv zum Bernina pass, mit seinem gleichnamigen See, um dann im feinsten Flowtrail herunter in Richtung Pontresina zu führen.

Der dritte Tag meiner Probefahrt auf der Transalp "Nationalpark Panorama" liegt nun hinter mir. Und ich möchte Euch wieder teilhaben lassen an dem Erlebten. Die Etappe heute ist wahrscheinlich die anspruchsvollste Etappe der gesamten Tour. Es soll von Sta. Maria im Val Müstair über den Döss Radond auf 2234 Meter ins Val Mora gehen. Und hier werde ich mal wieder die Grenze in ein anderes Land übertreten. Also zurück nach Italien. HIer in die Lombardei, die von Corona tragisch ach so gebeutelte Region mit seinen Bewohnern. Ich werde am Lago die San Giacomo di Fraele vorbei fahren und am Lago di Cancano. Na, das sind zwei Namen, die ich mir nie merken kann. Ich werde dann wieder etwas tiefer sein und aus 1950 Metern über den Alpisella Pass, der ebenfalls bei knnapp 2283 Meter liegt, ins Mountainbike, Ski-, Shopping- und Partymekka Livigno fahren.

Und so wachte ich heute bei frischer angenehmer Bergluft wieder vor meinem Wecker auf. Ich sah mir gerade ca. 30 Sekunden die Berge an, die in der Dämmerung einen Schatten darstellten, als mein Wecker die Musik abspielte. Keine 5 Sekunden später rief mich auch mein persönlicher Weckservice an. So soll es sein. Ich konnte heute zwar etwas länger schlafen, da es Frühstück erst um 08 Uhr geben sollte. Doch ich versuche einfach früher zu frühstücken, da ich eigentlich um 08:00 Uhr auf die Straße, bzw. den Weg fahren möchte.

Hat auch alles gut geklappt. Tasche gepackt, noch mein Getränk der letzten Nacht leer getrunken und schon brachte ich meine Tasche in ein anderes Hotel. Denn dort schlief die Ulp-Truppe, deren Shuttleservice ich in Anspruch nehmen konnte. Jonas ist der Guide. Mit ihm habe ich meine Guide Ausbildung gemacht. Und so konnte ich gestern auch mit der lustigen Truppe zu Abend essen. Da war ich nicht ganz so alleine in den Alpen. Der Koffertransport ins andere Hotel war kein Problem. Sta. Maria ist nicht ganz so groß und das Hotel Alpina liegt 61 Meter (lt. Google) von meinem Hotel Crush Alba entfernt. So konnte ich um 07:30 pünktlich mein Frühstück einnehmen. Und das Frühstück war genauso liebevoll wie das gesamte Hotel. Produkte aus der Region, kleine schöne Tische in dem wunderbaren Engadinerhaus. Nur das Brot ließ für meinen Geschmack zu wünschen übrig. Es war nicht so kross, wie ich es gerne habe. Aber es war warm und wahrscheinlich selbst gebacken. Also sollte es einige Körner haben. Dieses Brot aß ich genauso wie Hirschsalsitz, lokalen Honig und was man sonst noch so zu frisch selbst produziertem Johannisbeersaft essen kann.

07:55 wollte ich auschecken, das Fahrrad hatte ich schon geholt. Nur war niemand da, bei dem ich ich auschecken konnte. So klingelte ich. Niemand kam. Um 08:00 Uhr kam eine nette ältere Dame die nur nach der Zimmernummer fragte, meinen Schnlüssel nahm und ging. Nun gut, bezahlt hatte ich immer noch nicht. Nach weiteren 5 Minuten klingelte ich wieder. Niemand kam. Aber irgendwann um 08:10 Uhr konnte ich mein Geld in Form einer elektronischen Banktransaktion übergeben, setzte mich aufs Rad und startete die Tour, die gleich zu Beginn knapp 850 Höhenmeter Anstieg zum Döss Radond zu bieten hatte.

Durch den Ort ging es, dann ein Radweg, um kurz darauf auf einem asphaltierten Weg durch die Felder zu fahren. Es ging bergauf. Und die Steigung war nicht von schlechten Eltern. Der Asphalt änderte sich in Schotter und so ging es weiter. Eine Kreuzung - fast falsch abgebogen, aber ich bin auch ohne auf das Navi zu schauen, auf dem richtigen Weg geblieben. Es war nicht als äusserst leicht zu fahren. Gleich in der Früh so eine lange Steigung mit einigen steileren Stellen. Aber ich fand meinen Rhytmus und fuhr und fuhr und fuhr. Nach knapp 45 Minuten kam ich mitten in einem Lärchenwald an eine Bushaltestelle. Wer hätte das gedacht, mitten im Wald. Aber ich konnte mich erinnern. Mein Freund Frank sicher auch. Denn die Strecke zum Döss Randond ist sicher so etwas wie einer unserer bonding Moments von unserer Best of Trails Tour. An der Stelle der Bushaltestelle war ich hungrig. Na, nicht erst da, aber es kam so richtig heraus. Es waren doch erst 45 Minuten vergangen. Ich hatte doch gut gefrühstückt. Wie konnte das sein? War wohl ein Fehler. Ich hätte wohl mehr als zwei Scheiben Brot  und ein Croissant essen sollen. Fehler Nummer zwei: Ich hatte nur zwei Riegel mit. Mist, den Vorrat, der immer bei 3 liegt, sollte doch heute früh noch aufgefüllt werden. Vergessen. Und da ich einen Hungerast befürchtete, aß ich lieber gleich einen Riegel. Ich hatte ja noch eininge Höhenmeter vor mir.

Der Weg zog sich und so zog er auch Energie. Aber ich kam gut voran. Schneller, als ich eigentlich wollte. Ein Elektrobiker überholte mich, und sogar 3 Bio-Biker. Man, die waren fix. Einen holte ich wieder ein, kurzer Wortwechsel, ich machte ein Foto und schon war er wieder weg. Nach einer Stunde und 25 Minuten bin ich oben am Döss Radond angekommen. Einfach ein herrliches Hochtal. Auch öffnete sich zwischenzeitlich schon das Tal und ließ die Schönheit der Natur / Region hier erahnen. Ich war der fünfte Biker hier oben am heuten morgen und es war windig. Wie die letzten 2 Kilometer, auf denen ich neben der Steigung auch noch Gegenwind zu bekümpfen hatte.

Ich zog mein Trikot aus, hing es zum Trocknen auf. Und so auch mein Unterhemd, welches ich nach 45 Minuten schon ausgezogen hatte. Es war kühl und so musste meine Jacke herhalten, damit ich mich nicht verkühle. Als ich diese aus meinem Rucksack holte, hörte ich wilde Geräusche der mich umgebenden Kühe. Ich konnte das nicht deuten, aber es machte mich irgendwie unruhig. Die Tiefe schinen aufgeregt / agressiv und nicht so friedlich zu sein, wie ich sie sonst kenne.
In dem Moment kamen zwei weitere Mountainbiker und nahmen auf der Wiese gegenüber von mir Platz. Genau auf der Wegseite, wo die Kühe muhten und sich zusammenrotteten.Es wurde unruhig, die Biker scheuchten die Tiere weg. Zwei Kälber oder junge Kühe kämpften auch so dann. Das war ein Spektakel. Größere Kühe kamen hinzu. Und die Biker waren so clever und sind dort sitzen geblieben. Ich überlegte, wie ich -wenn es die Situation erfordern würde- schnell weg kommen würde. Hemd und Trikot lagen ja zum Trocknen auf meinem Bike. Der Rucksack abgeschultert... Und da habe ich prophylaktisch agiert. Mir erschien die Situation nicht geheuer und sicher. Viel zu viel ist schon mit Kühen auf Almen passiert. So zog isch schnell meine Kleidung wieder an und radelte vom Döss Radond ein wenig weg, um dann noch einige Minuten die Natur anzuschauen. Nach kurzer Zeit ging es weiter. Ich war alleine. Sehr schön. Ich fuhr an der Abfahrt zur Alp Mora vorbei. Hier hätte ich essen können. Aber nein, mein Ziel war der Lago di Cancano. Dort soll  es ein nettes Ristorante geben. Dort will ich essen. Das sollte ein dritter Fehler heute sein, wie sich später heraus stellte.

Ich fuhr um eine Kurve und ein Murmeltier lief mir vor das Rad. Keine fünf Meter entfernt. Das süße Piepen, den Warnruf der Murmeltiere konnte ich seit der Auffahrt schon mehrfach hören. OK, nichts passiert, es hat sich erschrocken, ich mich auch und so ging /fuhr jeder von uns seines Weges. Kurze Zeit später saß ein Murmeltier am Straßenrand. Ich hielt an. Es erschien zutraulich. So ging ich gaaaanz vorsichtig hin, um ein Foto zu machen. Es fühlte sich sicher. Na klar, saß es doch direkt vor seinem Höhleneingang. Aber es ließ sich fotografieren, bis es dann ratz fatz verschwand.

Ich fuhr weiter bergab und genoss den Blick linksseitig, rechtsseitig und dann natürlich wieder auf den Weg, damit ich nicht stürzte. Nun kam nach dem Schotterweg ein schöner Wiesentrail, der dann in einen Wurzelweg überging. Wunderbar zu fahren. Linksseitig das plätschernde Bergwasser und so fuhr ich mal bergab, mal etwas bergauf in Richtung Val Mora / Lago di Cancano.

Es ist schon geschichtsträchtig diese Region, in der ich mich auch heute wieder mit dem Mountainbike vergnügte. Und das beeinflusst nun auch meine Mountainbiketour von heute. Es ging von Glurns in Österreich über eine besondere Grenze nach Italien, welches ich heute Mittag wieder verließ, um nach Graubünden in die Schweiz zu fahren. Genauer gesagt nach Sta. Maria im Val Müstair (Münstertal).

 So, nun bin ich also hier. Alleine auf meiner Mountainbike-Tour. Sozusagen Ullrich allein in den Alpen. Ich fahre also die Nationalparkpanorama Tour von Ulp im Light-Level ab. Mulmig ist mir schon, weil alleine doch ein anderes Gefühl ist, als mit Begeleiter. Was passiert, wenn ich stürze? Wenn ich einen größeren technischen Defekt habe, oder mich einfach nur verfahre? Ich hoffe mal, dass nichts passiert. Aber für den ersten Fall habe ich ja mein Tocsen Sturzsensor. Meine Notfallkontakte kennen die notwendigen Rettungsleitstellen, sollte etwas passieren. Dann habe ich noch meine Fahrgemeinschaftsapp an, bei der Claudia auch immer sehen kann, wo ich bin. Datenschutztechnisch, dank Frank Behrens einwandfrei implementiert. Und dann gibt es ja noch die Ulp-Gruppe, die parallel fährt. Ich versuche immer 30 MInuten vor ihr zu fahren, so dass im Fall von Problemen noch weitre Biker auf meiner Strecke sind. So habe ich sozusagen eine dreifache Sicherung. Aber wie geschrieben: Am Besten ist natürlich, wenn nichts passiert. Das wünsche ich mir.

 Kommen wir einmal zu den Schmankerln hierin Oberbayern. Nicht nur die kulinarischen, sondern auch die natürlichen. Und so haben wir an zwei Tagen den Fokus nicht  auf das Mountainbiken gelegt, wenngleich wir das Mountainbike nutzten, um die Schmankerl zu erfahren.

Der geneigte Leser, die geneigte Leserin oder da geneigte Lesepublikum mag sich fragen (das war politisch jetzt sicher hochkorrekt), was denn die Kohls da mit einer Alltagsmaske mitten in der Natur machen. Die Frage ist leicht beantwortet: Wandern! Das gleiche Publikum fragt sich jetzt sicher, spinnen die Kohls jetzt total? Das kann ganz klar mit einem Nein beantwortet werden.

Wer hätte gedacht, dass ich in diesem Jahr überhaupt nach Ischgl fahren würde? Wenn mir das jemand im März gesagt hätte, hätte ich ihn oder sie wahrscheinlich für verrückt erklärt. Doch heute war es so weit. Ich habe es getan. Und, um es gleich vorweg zu nehmen, ich habe mich sicher gefühlt. Die Menschen waren sehr rücksichtsvoll, vorsichtig und überall waren motivierende Schilder, dass jeder für sich und seine Familie sowie sein Verhalten selbst verantwortlich ist. Gesagt getan, leider gibt es ja immer noch Mitmenschen, die nicht daran denken, dass ihr Verhalten auch andere Menschen negativ -sprich durch Krankheit- beeinflussen können. Und auch durch rücksichtsloses Verhalten weiterhin unserer Wirtschaft schaden können. Doch hier in Ischgl, war das heute anders wahrnehmbar. Anders wahrscheinlich als im Frühjahr. Aus Fehlern wird man klug - hoffentlich.

Sonnenschein, tolles Alpenpanorama und die Freude, wieder in den Alpen Mountainbike zu fahren. Das beschreibt den heutigen Tag fast perfekt. Wer dabei gewesen ist, so wie meine liebe Claudia, der weiss, wovon ich spreche. Für alle anderen gilt: Ich versuche das mal hier in meinen Worten auszudrücken, packe noch einzelne Fotos hinein und hoffe, so für die wenigen Besucher meiner Webseite, einen kleinen Eindruck vom heutigen Tag geben zu können.

2019

10 items

Nun, übrig geblieben ist von dieser Transalp erst einmal eine Erinnerung ein eine starke Gruppe, die ich bisher so noch nicht erlebt habe. Danke Jungs und Mädels für die Erfahrung, Euch begleitet zu haben. Es ist auch die Erinnerung, an ein tolles Miteinander und Respekt. Egal, wie gut der ein oder andere fuhr: Die Gruppe hat es akzeptiert und auch ggf. vorhandene Defizite berücksichtigt und versucht auszugleichen. Und das ist nicht immer so zu erwarten. Ich will meinen, dass es die beste Gruppe war, mit der ich bisher gefahren bin. Wenn ich dann mit der Gruppe gefahren bin. Denn eigentlich war ich ja Individual-Radler. Ohne Gruppe. Und das war auch eine ganz neue Erfahrung.

Heute wollten wir den Weg bis zum Malojapass mit der Gruppe fahren. Nachfolgend wollten Frank, Robin und ich jedoch etwas schneller über Chiavenna zum Lago di Mezzola fahren. Denn dort sollte das letzte Highlight, der Triaccolino Trail auf uns warten. 700 Höhenmeter am Stück sollten uns zur stillgelegten Schmalspurbahn, von der man einen top Ausblick auf den See und die umliegenden Berge hat, bringen.

Am vorletzten Tag hieß es erst einmal Bremsbeläge tauschen. Entweder bin ich zu schwer, oder zu schnell. Auf jeden Fall waren die vorderen grenzwertig abgefahren und die hinteren Beläge auch nicht mehr die Besten. Also wurde in der kühlen Morgenluft in Livigno – das Wetter wurde in der Nacht nach strömendem Regen doch sehr kühl- noch schnell ein Boxenstopp vor dem Hotel eingelegt. Nachfolgend hieß es Proviant bunkern, da das Mittagessen als Picknick hinter dem Forcola di Livigno stattfinden sollte.

70km, 2350 Höhenmeter, das Frühstück erst um 07:30 Uhr, die Eisdiele in Livigno schließt um 18:00 Uhr und der Wetterdienst sagt ab ca. 15:00 Uhr Gewitter in Livigno voraus. Das sind keine besten Voraussetzungen, Livigno trocken zu erreichen um dann noch ein Eis in der Lateria di Livigno zu genießen. Frank hat Respekt vor den 2350 Höhenmetern. Ich denke, es ist gut machbar, jedoch nur, wenn wir um 07:30 Uhr los fahren. Doch Frühstück gibt es nicht früher. Somit möchte sich Frank zu Claudia und Sabine gesellen, die die ersten 500 Höhenmeter ins Bergmannsdorf S’Charl mit dem Postbus fahren möchten. Wir kommen so zwar auch nicht früher in Livigno an, hätten aber Kraft gespart und das zumal die Teerstraße nach S’Charl nicht ganz so spannend ist. Wobei die hoch aufsteigenden Berge im Tal schon sehr imposant sind. Ich würde jedoch gerne mit dem Rad fahren, entscheide mich aber doch für die Bustour. Nicht, um das Horn eines Schweizer Postbusses zu hören, sondern, weil ich mit Frank unterwegs sein möchte, der alleine kein Postbus fahren möchte. Und die Wettervorhersage, die je nach Wetterdienst eben Gewitter voraussagt, spricht eigentlich auch dafür, früher in Livigno anzukommen.

Der vierte Tag sollte uns nun über den Fimberpass in Richtung Schweiz führen. Wir fuhren heute getrennt von der Gruppe. Wir waren ja auch Indis. Doch so ganz verließ uns die Gruppe nicht. Denn wie schon erwähnt, wollten Jörg und Marvin den Weg über den Fimberpass fahren. Und so konnten sie mit uns die Strapazen auf sich nehmen. Natürlich nicht ganz von unten aus Ischgl. Holger- ein anderer Guide- fände die Auffahrt zur Heidelberger Hütte wahrscheinlich angebracht. Aber wir wollten genießen, Spaß haben, die Natur und Sonne, die den heutigen Tag begleitete, genießen. Und so fuhren wir mit der Seilbahn erst einmal auf das Idjoch.

Der Dritte Tag steht im Zeichen einer Transferetappe aus dem einen Bike-Revier in das nächste. Und so fuhren wir nach einem ausgiebigen Frühstück entlang des Inntal-Radwegs in Richtung Zams. Kurz vor Zams verabschiedeten sich Frank und ich von Claudias Gruppe, um einige Höhenmeter in Angriff zu nehmen. Wir wollten zur Kronburg, die hoch über Zams thront und einen schönen Überblick  in das Tal verspricht. Noch mehr verspricht sie jedoch Abfahrtspaß über einen verwurzelten Trail um nachfolgend über einen Wiesenweg ganz flowig ins Tal zu führen.

Der Sonntag brach an mit Wolken. Es sollte die Nacht regnen, und im späten Verlauf des Sonntags in Imst (unserem Zielort für die erste Etappe) ebenfalls. Nun, Nachts hat es nicht geregnet. Zumindest habe ich es nicht mitbekommen. Aber der Himmel über der Zugspitze und dem Waxenstein, auf die ich aus unserer Balkontür schauen konnte, verhieß nichts Gutes. Wolken, Wolken, Wolken. Das ist es nicht, was Du haben möchtest, wenn Du eine Etappe über knapp 70 km fahren möchtest, dabei mehr als 1500 Höhenmeter hinter Dich bringen willst. Das macht bei Regen sicher keinen vermehrten Spaß. Aber auch hier gilt „schau ‘n mer mal“, denn ändern können wir das sowieso nicht.

13.07.2019 - es geht endlich los. Nach knapp 2000 Kilometern auf meinem Mountainbike brechen Claudia und ich in unserem VW-Bus, Schwester Sabine in ihrem Fahrzeug und auch mein bester Freund Frank genau um 05:00 Uhr in Richtung Alpen auf.

Bei sonnigem Wetter fuhren wir durch frischen, knirschenden Schnee zum Brocken.
Auf dem Weg zum Gipfel waren nur wenige sehr freundliche Wanderer und Skifahrer unterwegs.
So konnten wir den Gipfel fast alleine genießen.

Auf dem Weg talwärts, war die Karawane aus Wanderern und Skifahrern schon größer. Kein Wunder, fuhren doch heute tausende Touristen in den Harz, um das schöne Winterwetter zu genißen.

For us, the year began cold and humid at the North Sea. But with a wonderful sunset near Büsum in memory the following cold and wet weather was well bearable.
It could not be more beautiful.  Why wander into the distance when the good is so close?

2018

6 items

Nach unzähligen Naturfotos aus dem Mountainbikejahr folgt mal ein Foto, welches nicht aus meiner Kamera stammt. Marcel Emmerich hat dieses Foto von Oskar und mir anlässlich der Heißausbildung der #FeuerwehrGoslar im September diesen Jahres geschossen. Die Ausbildung sollte Pflicht für alle Feuerwehrleute vom Feuerwehrmann bis zur Führungskraft sein, so lehrreich ist sie. Und Spaß hat sie auch noch gemacht.

Liebe Freunde der Dolomiten, des Mountainbikings oder einfach nur von Ullrich,

So, nun ist der 29.08.2018 schon fast zu Ende, und der erste Tag einer Rundtour durch die Dolomiten vollbracht. Gestern sind wir frühzeitig aus Goslar aufgebrochen, um kurz nach 06:00 Uhr in Richtung Mühlbach in Südtirol zu fahen. Hier sollte unsere Radgruppe, die aus 6 Teilnehmern besteht um 18:00 Uhr das Kennenlernen vollziehen.

14.7.2018 12:30 Uhr. Wir sind gerade vom Brennerpass los gefahren. D.h. wir sind schon wieder auf der Heimreise und die diesjährige (und meine letztmalige?) Transalp ist somit vorüber, erlebt, gefahren, genossen oder gar geschafft- Jede dieser Beschreibungen stimmt auf seine Art und Weise. Es war eine Transalp mit Höhen und Tiefen. Und das im wahrsten Sinne der Worte. Wir sind einige Tausend Meter bergauf gefahren und auch einige Tausend Meter bergab gefahren. Wir sind auch mehrere Hundert Kilometer geradelt. Mal auf Straße, mal auf Waldwegen, mal auf Fahrradwegen und mal auf Trails. Wir haben 6 Hotels kennen gelernt, wobei die alle von Ulp sehr schön ausgesucht waren. Auch das "Schlechteste" von ihnen war noch absolut ausreichend. Wenn man die Relationen beachtet!. Ich habe mich wohl gefühlt.

Nun, und wir haben 6 Tage unterschiedlichste Charaktere kennen lernen können. Es sind zwei Gruppen los gefahren. Oder besser gesagt 10 Individuen. 5 Frauen, 4 Männer und unsere beiden Guides Lutz und Julian.

Freitag, der 13.7. Der letzte Tag der Alpenüberquerung von Garmisch zum Gardasee liegt hinter uns. Wie jeden Morgen hieß es aufstehen. Doch anders als die letzten Tage mussten wir nicht zu früh aus dem herrlichen Bett im Hotel am Molvenosee. Nein, die Abfahrt war mit 09:00 Uhr angesetzt und so konnten wir unsere müden Knochen und Muskeln eine halbe Stunde länger relaxen lassen und zur Schonung dieser beitragen.

So, nun kommen wir zum 12.07.2018. Dem Tag, der mit einem ernsten Gespräch zwischen Claudia und unserem Guide begann. Claudia und Sabine mussten einfach die gehässigen Kommentare in der Gruppe über die Basisgruppe thematisieren. Der Stachel saß tief und so geht es nicht. Meines Erachtens hat jedoch unser Guide die Probleme erkannt, war offensichtlich sehr geschockt und so ging es für alle befreiend und bei aufgeklartem Klima (nicht nur wettertechnisch) in den vorletzten Tag der Transalp zum GArdasee.