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If you don't like the pics, blame me ;-)

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Abschluss meiner ersten Transalp. Eigentlich kann ja nicht mehr viel schief gehen.

Es geht überwiegend bergab, schwierige Trails sind nicht zu erwarten und so ging es nach einem Frühstück mit frischem Engadiner Brot an den malerischen Oberengadiner Seen in Richtung Maloja. Ein kurzer Blick auf die Quelle des Inn rechtsseitig und schon geht es nach kurzem Fotostop über den Malojapass in Richtung Italien. Hier hieß es Straße fahren, wie fast den ganzen Tag. Also ging es mit schönem Tempo ins Bergell herunter und nach und nach wurde die Stimmung immer italienischer. Die Lieblichkeit der Tiroler oder auch Oberengadiner Häuser ließen wir hinter uns und fuhren mit schneller Geschwindigkeit in Richtung Chiavenna. In einer schönen Aussengaststätte wollten wir noch kurz Mittag machen, doch das Tempo von Lutz und unserer Truppe war zu schnell: Die Gaststätte hatte noch nicht offen, so dass wir unser letztes gemeinsame Mittagessen in der Fußgängerzone von Chiavenna einnahmen.

Von hier ging es mit leichtem Nieselregen auf die letzte (Teil-) Etappe: Der Comer See war nicht mehr weit. Jedoch lag noch ein anstrengender Aufstieg über knapp 700 Höhenmeter zum Tracciolino Trail vor uns. In der sengenden Mittagssonne war das kein Vergnügen. Erst auf Asphalt, dann auf Schotter kurbelte ich was das Zeug hielt. Die Kraft ging dem Ende entgegen. Doch oben angekommen wurden wir mit einem tollen Trail auf einer alten Schmalspurbahn belohnt. Durch Tunnels und über Gleise fuhren wir hoch oben über dem Lago di Mezzola. Bis uns das Gewitter, welches aus Richtung Chiavenna und Bergell zu hören war, zur Umkehr zwang. 15 Minuten feinstes und schnelles bergab fahren schlossen sich so an.

Die letzten 10 Kilometer nach Colico nahmen wir mit stürmischem Wind auf uns. Nach einer Woche war das keine große Anstrengung. Ich war froh, hatte es geschafft (wer hätte das am ersten Tag am Marienbergjoch noch gedacht) und das auch ohne Unfall. Dieser sollte fast noch 100 Meter vor dem Ziel passieren. Denn übermutig fuhr ich freihändig, bis mich eine Gewitterböe erfasste. Gerade noch rechtzeitig kurz vor dem Sturz konnte ich den Lenker wieder anfassen und das Fahrrad auffangen. Tja, wenn man übermütig wird.

Das Eis am Rande des Comer Sees war groß, jedoch nicht größer als der Stolz , die knapp 400 Kilometer von Garmisch bis nach Colico über 4 Länder und 8600 Höhenmeter mit dem Fahrrad bezwungen zu haben.

Südtirol - Tierser Alp

on: 07 September 2017

Die Zeit des Radfahrens im Südtirol ,genauer im Grödnertal und seiner Umgebung geht dem Ende entgegen. So sollte es am heutigen Tag entgegen einer gestrigen Planung dann doch eine gemütliche Runde werden. Ich verzichtete auf die Gruppe, weil dort heute Hardcore Biken angesagt war und ich auf der anderen Seite nicht in der ganz leichten Gruppe fahren wollte.

So entschied ich mich heute für eine teilweise Rentnertour, denn ich fuhr aus St. Ulrich mit der Seilbahn auf zur Seiser Alm. So kann der Tag beginnen. Ich erlaubte mir das aber auch nur, weil ich als Ziel die Tierser Alp hatte, die hoch oben über der Seiser Alm hinter den Rossköpfen trohnt. Also warten schon noch einige Höhenmeter auf mich und ich wusste, auf was ich mich einlasse. Denn ich hatte im letzten Herbst schon einmal den Weg dort hinauf gesucht und gefunden.

Also ging es um 08:30 los und ich fuhr in feuchter Morgenfrische los in den Tag. Es hatte gestern Abend geregnet und so war die Luft dementsprechend feucht und kühl. Die Seilbahnfahrt ging schnell hoch zur Alm und ich fuhr entgegen meiner herausgesuchten Route "Um den Langkofel" erst einmal über die Seiser Alm, um dann den Weg in Richtung Mahlknechthütte zu nehmen. Ich kam gut voran, entledigte mich wie schon mehrfach die Woche geübt meines Unterhemdes und meiner Jacke und trat die Tretkurbel recht entspannt. Meine Beine waren nicht mehr müde. Das hätte ich nicht erwartet, denn heute Nacht merkte ich schon eine gewisse Müdigkeit. Nicht bei mir sondern nur meinen Beinen.

So kam ich schnell voran. ich glaube auch, dass ich schneller unterwegs war, als im vergangenen Jahr im Oktober. Aber das ist auch egal, denn Hauptsache es macht Spaß. Mein Blick wanderte rüber zu den Geißlerspiten und rechts über Bozen in Richtung Vinschgau. Ich meine, dass ich das Ortlergebiet sehen konnte. Der höchste Berg der Ostalpen erschien mir aus dem Panorama heraus zu ragen. Dort, wo ich vor knapp drei Wochen noch mein Fahrrad hoch zum Stilfser Joch getreten hatte. So kamen nette Erinnerungen und ich fuhr ganz locker. Ein Ehepaar grüßte mich und sagte, dass ich ja ein richtiges Fahrrad hätte und kein eMountain Bike. Und so zollten sie mir ihren Respekt.

An der Mahlknechthütte entschloss ich mich, nicht den Wanderweg zu fahren. Der Grund ist ein einfacher: Es ist für Fahrradfahr schlicht vérboten. Im letzten Jahr hatte mich das Verbotsschild nicht interessiert, aber da waren ja auch kaum Wanderer unterwegs. Ich war quasi alleine. Heute sah das anders aus und so sollte man dann schon Rücksicht nehmen. So ging es dann einige Höhenmeter steil bergab, um nach ca fünf Minuten genauso steil wieder bergauf zu gehen. Ein Mercedes Geländewagen mit Pferdeanhänger kam mir entgegen. Bremsen hatte der nicht nötig. Tja, ist halt nicht jeder rücksichtsvoll..

Nun kam ich an die Wegekreuzung, wo es links in Richtung Val Gonda ging. Ich war etwas frustriert. Da kam doch ein älteres Ehepaar mit EBikes regelrecht angerast. Tja, mit Strom macheich es auf der extremen Steigung auch. Ich bin prinzipiell ein Freund von EBikes. Und wenn ich nicht noch eine großartige Erfindung mache, werde ich ja auch älter und glaube schon, dass so ein Teil auch irgendwann meines ist. Es erhöht einfach die Reichweite und erlaubt Fahrten, wo sie sonst ncht möglich wären. Aber dieses Ehepaar setzte dem EBike die Krone auf. Ich möchte nicht über das Körpergewicht lästern, aber auch EBikes haben ein maximales Gewicht, welches die Speichen nur halten. Und das war hier deutlich überschritten. Umso frustrierender war es, dass ich von diesen beiden überholt worden bin, während ich mich den Berg regelrecht herauf quälte.  Aber Halt, gleiches machten sie 50 Meter, nachdem sie mich überholt hatten. Eine Pause, und das war dann meine Chance. Ich zog wieder an ihnen vorbei und war stolz wie Oskar.

Der Weg wurde noch steiler. Auch richtig buckelig. Aber ich blieb auf dem Fahrrad. Ich hörte das EBike nur noch ganz kurz hinten mir surren, dann war es still. Ich traute dem Frieden nich. So musste ich mich umdrehen und sah, wie die beiden Radler umgedreht waren und den Berg herunter fuhren. Ich glaube, dass sie auf höchster Stufe den Berg hochgefahren waren. Aber irgendwann reicht dann auch nich mehr die Energie Akku. Ggf. an dieser Stelle? Mir egal, ich fuhr noch an einem Wanderpaar vorbei, bevor ich abstieg. Zu steil ist die letzte Steigung zur Tierser Alp für mich. Das war mir von vornherein klar. Und so ließ ich es über mich ergehen -das Gehen.

Oben angekommen glaubte ich nicht, was ich dort sah. Die ganze Terasse voll mit Menschen. Nun gut, warum sollte ich der Einzige sein? Aber im letzten Herbst, bei Schnee war es dann doch ruhiger und auch schöner. Ee wurde gleich ein Platz direkt an der Häuserwand frei und ich konnte meinen verdienten Kaiserschmarrn mit Johannisbeerschorle und später Apfelsaftschorle genießen. Der Blick war grandios, die Sonne brannte, so dass ich mich dann vorsichtshalber auch eincremte. Die Creme, die mir Claudia mitgegeben hat macht doch eine blasse Haut. ich sah aus wie ein Japaner. Nun gut, es hilft ja gegen Sonnenbrand.

Kurz nach 12:00 verließ ich die Hütte, um in das Val Gonda abzufahren. Am Anfang war es natürlich steil und kostete so viel Konzentration und Körperspannung. Gleichzeitig auch eine Menge Belag meiner Scheibenbremsklötze, die guten Dienst versahen. Später wurde es flacher, unspektakulärer und ich fuhr einfach durch das Tal. Irgendwie erinnerte mich das Tal an meine Fahrt von der Ehrwalder Alm ins Leutaschtal. Schön, aber nicht herausragend schön.

Einige Male blickte ich mich um,  weil das Panorama hinter mir wirklcich schön war. Von der Röckseite des Langkofels, der links von mir war, habe ich mir mehr versprochen. Und so fuhr ich nach einigen Fotostops nach Campitello ein. Und da kam noch etwas Besonderes. Hoch über dem Ort gab es eine handvoll Häuser, die bei mir den Eindruck hinterließen, dass die Zeit stehen geblieben war. Wann? Vor einhundert Jahren. Das war richtig urig und schön und ein Kontrast zu dem, was ich vor vier Wochen in einem anderen Alpenort, nämlich Ischgl gesehen hatte. OK, wohnen möchte ich da nicht, aber irgendwie sah es schon romantisch aus. hier hoch über Campitello.

Der Rest der Tour ist leicht erzählt. Mit der gleichen Seilbahn wie gestern fuhr ich in Richtung Sellajoch. Genauer über Corodella. Dort sah ich dann linksseitig noch mal das Val Duron und vor den Rosszähnen die Tierser Alp klar am roten Dach zu erkennen. Bergab ging es über einen Singletrail, es ging aber nich mehr so flüssig wie gestern. Das sollte ja meine letzte Tour im Urlaub sein, weil ich morgen entspannen möchte. So kam dann doch etwas Respekt dazu. Denn bei der letzenAbfahrt wollte ich ja nicht stürzen. Tat ich auch nicht. Und um 15:00 Uhr war dann mein Radurlaub in diesem Jahr vorbei.

Morgen gehe ich etwas shoppen, relaxen und ggf. ins Museum. Auf keinen Fall werde ich morgen radeln. Ich bin kaputt, ausgelaugt und hatte trotzdem eine Menge Spaß die letzen anstrengenden fünf Tage. Denn eines musste ich lernen: Die Steigungen hier sind mit denen, die ich bisher in den Alpen gefahren bin, nicht zu vergleichen. Hier geht es immer gleich richtig steil hoch. Aber auch das ist eine Erfahrung....

Dolomites - Sella Ronda

on: 06 September 2017

Und täglich grüßt das Murmeltier, so begann der heutige Tag, an dem ich die Sella Runde fahren wollte und das dann auch gemacht habe.

Aufstehen recht früh, weil wir -ja, das ist heute anders- um 08:30 loslegen wollten" Wir heißt in diesem zusammenhang weitere Hotelgäste aus dem Bike Hotel, ein Guide und ich. Eigentlich mehrere Guides, weil es mehrere Gruppen unterschiedlichen niveaus waren.

Aber welches Murmeltier grüßte mich denn nach dem Aufstehen? Nun, es waren mehrere, die sich im Alter von 27 Jahren in meinen Körper eingenistet haben. Diese blöden Herpes Viren lassen meine Lippen ab und zu nach starker Sonneneinstrahlung in Bläschen verwandeln. Gemerkt und sofort mit dem entsprechenden Pflaster den Kampf aufgenommen. Aber der ist prinzipiell aussichtslos. Ich hätte ggf. weiter Zinktabletten, wie vor meiner Transalp nehmen sollen. Aber sei es drum, wer nicht hören will, muss fühlen.

Also ging es mit meinem Fahrrad, mehreren Mitstreitern und meinen Lippenbläschen los auf eine Tour, die mehrere Tausen Tiefenmeter, also bergab Fahren bedeuteten. Und bei der ich 500 Höhenmeter bergauf strampeln bedurfte. Für den Rest nahmen wir Seilbahnen und Sessellifte. Das ist ja das, was unserem Sohn Felix so gefällt. Und ich finde es eigentlich nicht so toll. Ist ja nicht anstrengend! So sage ich es Felix immer wieder, ob er es hören will, oder nicht. Und in der Hoffnung, dass er das jetzt hier nicht liest, weil ich sonst selber meine väterliche Autorität untergraben habe, muss ich dann doch sagen, dass es einen gewissen Reiz hatte und trotz Aufstiegshilfen recht anstrengend war. Denn bergab fährt man mit dem Mountainbike im Stehen. Und da merkt man dann, welche Muskeln die letzten Tage, Monate, Jahre dann doch unterentwickelt wurden.

Es ging im Uhrzeigersinn herum um den Sellastock. Erst fuhren wir hoch zum Grödnerjoch. Was folgte war ein Flowtrail, der künstlich angelegt war, aber sehr viel Freude bereitet hat. Ich kam mit meinem Fahrrad immer besser voran und selbst in ruppigenTeilstücken, die natürlichen Ursprungs waren, ließ ich mein Rad machen, was es wollte und konnte so die Fahrt genießen.

In Corvara angekommen nahmen wir die zweite Seilbahn. Ich mit einem netten Belgier, der seinem Sohn den Urlaub zum Hochschulabschluss geschenkt hatte, und den ich angesichts seines Mutes bewunderte. Ohne richtiges Mountainbiketraining in den Bergen ist das schon eine Herausforderung. Ggf. sogar etwas leichtsinnig und zu unbedarft. Aber er und sein Sohn haben diese Tour bestens hinter sich gebracht.

Die Sonne schien von oben (von wo auch sonst?), es war nicht mehr kalt, und die Jacke nun im Rucksack. Oben angekommen fuhren 3 Mitstreiter einen Schotterweg herunter und 4 inklusive meiner Person einen Wurzeltrail. Der war auch nicht schlimm, bis auf eine Stelle, wo ich  fast einen Herzinfakrt angesichts der Ausgewaschenheit und der Steilheit erhalten habe. So schob ich Fünf Meter und weiter ging es. Es sei noch erwähnt, dass ich den Trail zu schnell angefahren bin. Und nur durch meine exorbitant grandiose Köperbeherrschung (andere mögen das Gläck nennen) konnte ich zu Beginn einen Sturz vermeiden. Will man ja nicht haben...

Nach dem Sessellift, den wir erreichten, mussten wir nun etwas für unsere Beine tun. Es hieß einige Meter bergauf zu fahren. Rechts vor uns die Marmolada, links der Heilig Kreuz Kofel und rechtsseitig die Sella Gruppe. Ein Bild, was man gesehen haben muss. Und so waren auch viele Wandeer unterwegs. In trauter Einigkeit mit uns Bikern. Viele Italiener, die viel entspannter sind als wir störrischen Deutschen. Denn es geht sehr gut, Wanderer und Mountainbikefahrer zusammen auf einem Weg. Man muss einfach nur Rücksicht nehmen. Beide Seiten! Es geht auch ohne Wegsperrungen. Und da können sich die Deutschen Behörden, sei es im Schwarzwald oder auch im Nationalpark Harz eine Scheibe von abschneiden.

Und es waren auf diesem Weg von der Seilbahn zur Almwirtschaft viele Wanderer unterwegs. Auch Andreas E., ein Kollege der Konzernsicherheit. Ich glaubte es nicht. Ich fahre eitausend Kilometer von zu Hause we, um Fahrrad zu fahren und sehe den Kollegen, mit dem ich in meiner alten Tätigkeit so häufig zusammen arbeitete. So klein ist doch die Welt. Nach kurzem Pläuschchen mit ihm uns seiner Frau musste ich los, die Gruppe war schon weiter voran gefahren und ich musste richtig Gas geben, sie einzuholen. Aber auch das gelang mir auf dem schönen Weg, der hoch, dann runter, dann wieder hoch und nochmal hoch ging. Der Weg führte uns zur Ütia Pralongia.

Nun folgten geschmeidige Trails, die sich sehr flüssig fahren ließen, manchmal einige Steine, nichts Schlimmes. Wir errichten den Lift Campologno, der uns wiederum einige Höhenmeter berauf brachte und fuhren dann feinsten Singletrail nach Arraba.  Wir querten die Hauptstraße in da sah ich es,  das kleine Cafe, Restaurant in dem ich mal vor Urzeiten mit meiner Schwester Sabine gegessen hatte. Das war an dem Tag, als sie angesichts von knappem Kraftstoff Abends im Dunkeln fast die Nerven verloren hätte. Überhaupt gab es einige Erinnerungen auf dieser Tour. Denn auch mit meinen Freund Frank Hermanns war ich schon mal hier. Mit Rennrad und Mountainbike. So machten wir vor ich glaube 26 Jahren unsere gemeinsame Sellarunde. Allerdings gegen den Uhrzeigersinn und dann ach auf der Staße über Grödnerjoch, Sellapass, Passo Pordoi und Campologno Pass.

Aber weiter mit dem heutigen Tag. Es war mal wieder Zeit, eine Seilbahn zu nehmen. Es ging auf zur Porta Vescovo. Als wir die Gondel, die im Übeigeñ keine Umlaufgondel war, sondern parallel mit einer zweiten Gondel den Berg hoch fuhr, verließen haute mich der Anblick um. Wir standen direkt gegenüber der Marmolada. Die höchste Hebung in den Dolomiten. Es war schattig. und das nicht nur wegen der Temperatur auf über 2500 Metern, sondern auch dadurch, dass die Sonne mittlerweile von Wolken verdeckt war.

So fuhren wir im Schatten eine Schotterstrecke bergab, die im Winter als Skipiste dient. Überhaupt werden hier viele Einrichtungen, die im Winter dem Wintersport dienen, im Sommer für Wanderer und Mountainbiker genutzt. Nun kam der technisch anspruchsvollste Trail des Tages. Ein Single mit dem Namen Teufelstrail (oder höllentrail, das weiss ich nicht mehr), an dem man sich fahrtechnisch richtig austoben konnte. Und das taten wir auch. Die Kraft neigte sich dem Ende, wir hatten noch nicht Mittag gegessen, und so konnte es zu kleinen Unachtsamkeiten kommen. Die haben aber wieder angesichts grandioser Körperbeherrschung keinen sturz nach sich gezogen. Oder sagen wir es einfcher: Weil ich bannig viel Glück hatte.

Das Mittaggessen kam keine Minute zu früh. Wir nahmen es auf der Fondom Hütte ein. Nachfolgend ging es dann mit der Seilbahn in Richtung Passo de Pordoi, um nachfolgend einen technisch schwierigen Trail durch den Wald, einen Speed-Trail und eine Skipiste in Richtung Campitello zu fahren.

Wie den ganzenTag war die Reihenfolge klar: Walter vorweg, nachfolgend unser Mitstreiter aus Utah, dann Heike aus Leipzig oder ich und hinten dann Heikes Mann, Waldou aus Brügge und sein Vater sowie unsere Beggleiterin aus Utah. Durch Campitello ging es auf einem Wanderweg zur Seilbahn, die uns dann noch einmal über das Sellajoch brachte. Der Ausblick spectaciolous. So dachten wir alle in Englisch, weil das die Sprache des Tages war. Sellastock, Marmolada hinten rechts und linksseitig die Rückseite von Langkofel und Plattkofel, wie ich sie noch nicht gesehen habe. Ich kannte nur den Blick von der Seiser Alm, die ich mit dem Schlern links durch einen kleinen Pass sehen konnte. Nun ging es auf geschmeidigen Trails an einigen Stellen doch verblockt mit etwas Steinen in Richtung Wolkenstein. Die Geschwindigkeit wurde größer und zum Abschluß konnten wir es so noch einmal krachen lassen.

Zusammenfassend: Sehr nette Truppe (hätte ich in der Schnelle so nicht erwartet, aber ggf. verbindet doch das gemeinsame Hobby), grandiose Aussichten, viel Spaß, zusätzliche Bikebeherrschung gelernt und die Sicherheit, dass ich hier noch einmal wandern möchte. 

Aber morgen fahre ich noch einmal. Und zwar wieder mit einer Truppe aus dem Hotel. Und darauf freue ich mich schon.

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